Augenschein

Er wird kommen, der Moment am Ende aller Tage
Wo wir uns gegenüber stehen im Augenschein
Einer wird sie stellen, die entscheidende Frage
Nach dem Sinn und Zweck von Leben und Sein
Der Augenschein hat uns verleitet
Zu Erstreben die Form, die Gestalt
Welche uns für uns Träume bereitet
Aufzugehen in Norm und Gehalt.
Aufzuschauen uns nicht zu sehen wie wir sind
Sondern jenes was wir zu sein glauben
Ein Trugbild schon gepflanzt ins Kind
Musste uns die Wahrheit rauben
Die Wahrheit ist im Augenschein 
da gibt es keine Frage
Niemand wird Dir Gegenüber sein
Schon gar nicht im Moment am letzten Tage
Sie haben sich verloren an Dir
Im Augenschein sind sie gegangen
Beschäftigt mit der Täuschung selbst an sich
Vergessen haben sie in allen Tagen – Dich.
Im Augenschein bist Du verloren
Weil Ehrlichkeit die gibt es nicht
Die Täuschung hat Dich auserkoren
Nur in Dir da strahlt das Licht
Dein Licht in Dir zeigt nicht das Bild
was andere von Dir Erwarten
So schaue nach und sei gewillt
Im Innern bist Du gut geraten
Den Augenschein zu Ignorieren
Mit jedem Makel nur Du selbst zu sein
Das Auf und Ab zu konjugieren

Wird Dich Erleuchten im Augenschein.

Flüchtigkeit

Eine Chance, ein Moment zum Einklang
Der Blick vorbei an meinem Gemüt
Vorbei, hinweg, vergehen, ein Zwang
als sei man nur um das Nichts bemüht.
Schöne Augen, ein noch schöneres Gesicht
flüchtige Berührungen, ich verstehe nicht
Wie sich aushalten lässt die Flüchtigkeit
Eine Zeit vorbei in Nichtigkeit.
Der Einklang würde in Horizonte steigen
Immer wieder ist mir dieser Zweifel eigen
Als würde sich die Seele zum Abgrund neigen
Nur um endlose Dunkelheit zu zeigen
Wundervoller Augenblick, ein noch schöneres Gesicht
Als müsste ich noch länger warten, doch ich verstehe nicht
Dem Zweifel seine tiefe Nichtigkeit

Ihm zu widerstehen sei von Wichtigkeit.

Jenseits allen Unzulänglichkeiten

Jenseits allen Unzulänglichkeiten
Diesseits allem Begehren
Aufgetan in diesen Widrigkeiten
Des Alltags wo nur Blicke gewähren
Was mit Magie Sie mir für mich entrückt
Und dort Bahn bricht für so manchen Gedanken
Als sei eine wichtige Begegnung endlich geglückt
Dem Zufall entkommen aus seinen Schranken
So ein Begeistern kann nur wie ein Atmen beginnen
Immerfort, andauernd, aufgetan in allen Sinnen
Jenseits allen Unzulänglichkeiten

Schwinden alle Widrigkeiten.