Raus damit!

Man könnte noch einen Tag und noch einen Tag mit Verbesserungen verbringen. Ein Exposé mit zwei Seiten, darin verpackt alle Wesentlichkeiten. Das Ganze noch möglichst eingängig – wohlwissend, dass wenige Augenblicke eines Lektors genügen für Ablage A oder Ablage P („P“ wie Papierkorb).
Ja, man könnte sich zu Tode exponieren. Es noch ein wenig schlichter halten. Noch mehr einzelne Punkte herausgreifen, diesen einen Charakter ebenfalls noch weglassen. Wie bei aufgestellten Dominosteinen. Mittendrin einen herausnehmen. Aber vorsichtig, damit das ganze filigrane Konstrukt nicht doch noch zusammenbricht.
Aber irgendwann sollte Schluss damit sein. Schließlich sind es nicht nur die vier Kapitel, die Appetithäppchen – fast siebzig weitere Kapitel warten darauf, überarbeitet zu werden. Und die Geschichte muss noch weitergehen. Die Ideen stapeln sich. Auf dem einen Zettel, in Evernote, im klassischen Notizbuch.
Der Autor ist ein Jongleur, kurz davor im Chaos zu versinken.
Also: „Raus damit!“ – Angeblich dauert es bis zu 12 Wochen. Bisher habe ich noch nie ein Feedback erhalten. Aber noch nie war ein Text von mir für einen Verlag so interessant. Noch nie so gut – nein, das würde ich nicht sagen. Abwarten …

Perlentaucherei im Juli

Dieser Roman wurde gestern Abend bei ttt vorgestellt:  Peter Henning „Ein Deutscher Sommer“. Er thematisiert das Gladbecker Geiseldrama, den Sündenfall deutscher Mediengeilheit aus dem Jahr 1988. Ich erinnere mich noch an die Nachrichtensendung, wo dieser Bekloppte sich medienwirksam die Pistole in den Mund steckt. Jedenfalls ist dieses Buch auf meiner Liste der noch zu lesenden Bücher.

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Ein Thema ist verarbeitet, abgehakt, wenn man drüber geschrieben hat? Nein – das ist fast nie der Fall. Meine Kurzgeschichte „Zeitloser Engel“ aus der Sammlung „Bellame“ hat  Sophie Scholl zum Thema. Das Thema lässt mich nicht los. Neben der Verfilmung „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ mit Julia Jentzsch gibt es noch „Die Weisse Rose“ von Michael Verhoeven aus dem Jahr 1982. Jetzt habe ich entdeckt, dass mit derselben Hauptdarstellerin, Lena Stolze, ein weiterer Film existiert. „Fünf letzte Tage“ heisst der Film. Wird demnächst angeschaut.
Außerdem sind in diesem Jahr – die Ermordung der Mitglieder der „Weissen Rose“ ist jetzt 70 Jahre her – einige neue Bücher zum Thema erschienen. Unter anderem das Buch „Es lebe die Freiheit!“. Ist schon auf meinem eBook Reader.
Ich denke, dass ich zu diesem Thema in naher Zukunft noch etwas mehr schreiben werde.

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Auch das Thema „Feminismus“ ist eines meiner Lieblingsthemen. Das fing an mit meinem Interesse für Sartre und Beauvoir. Zuletzt hatte ich von Laurie Penny „Fleischmarkt“ gelesen.
Jetzt habe ich neulich den Namen Susan Faludi entdeckt. Ihre Bücher „Backlash“ und „Stiffed“ sind anerkannte Bestseller. Ich meine auch, dass sich Laurie Penny auf sie bezieht. Auch diese beiden Bücher gehören zu meiner kommenden Lektüre.

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Musikalisch polarisiert das neue Werk von „Editors“ mit dem Titel „The Weight Of Your Love“. Die einen halten es für ein Meisterwerk. Die anderen für den Abverkauf einer großen Band. Ich habe mir noch kein Urteil gebildet. Und dann gibt es noch „Trouble Will Find Me“ von The National. Auch hierzu noch kein Urteil. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass das Meisterwerk „High Violet“ übertroffen werden kann.

The National – England (live)

Nur noch fünf Kapitel …

Nur noch fünf Kapitel … dann ist die Rohfassung fertig. Mein erster „Thriller“. Es ist mein erster langer Text – ich vermute der längste, den ich bisher geschrieben habe – der ausschließlich auf Unterhaltung ausgelegt ist. Thema ist nicht die vertiefende Ausschreitung eines Bedürfnisses oder Erfahrungen, wie in „Amor Simplex“ oder dem größten Teil der Kurzgeschichten in „Bellame“. Spannend soll er sein und sein Thema unterhaltend näher bringen.

Ziel ist es auch, dieses Buch bei einem „richtigen“ Verlag unterzubringen. Daher will ich noch gar nicht viel verraten.

Ich möchte vielmehr darüber schreiben, wie sich die letzten Stunden und Tage „anfühlen“ bevor ein Machwerk „rund“ wird. Es passiert sehr plötzlich – beinahe unerwartet, was natürlich Unsinn ist. Man weiß ja, dass das Schreiben zu einem Ziel führen muss. Während man schreibt und nur einige wenige Eckpfeiler seiner Ideen in einer groben Struktur im Kopf hat, beginnt das Fleisch am Knochen zu wachsen. Die Figuren erhalten eine Biographie, Eigenarten – sie werden plastisch in den verschiedensten Erzählsituationen. Und dann ist er da – der Abschluss, die Zusammenführung aller roten Fäden, von denen es nicht zuviele geben darf, aber dennoch so viele, dass die Geschichte tragfähig wird.

Das ist immer ein schöner Moment. Denn wenn man so weit gekommen ist, dann hat man etwas fertiggebracht. Man hat alle die Momente, die zum Scheitern führen können, hinter sich gelassen. Sicher, ein Großteil an Arbeit steht noch aus. Und auch die Fragen kommen wieder. Bis dahin, freut Euch mit mir und bis Sonntagabend – dann sollten die letzten Kapitel fertig sein – über meine kreativen Schritte einer Genugtuung.

PK2

Responsive

Blogging, Marketing, Design – wer sich selbst im Web darstellt und dem das Talent zum Wort gegeben ist, der sucht nach einem perfekten „Workflow“. Zum Erstellen von Webseiten sind Rapidweaver und Stacks erste Wahl. Wie aber die Inhalte pflegen, wenn man „nur“ mit einem Chromebook unterwegs ist? Rapidweaver ist eine Anwendung für den Mac. Man muss beim Einfügen von Inhalten ja nicht immer gleich die gesamte Umgebung zur Seitengestaltung aufrufen.

Das geht nur über ein Blogsystem wie tumblr oder blogger (Google), dass man extern mit RapidWeaver velinkt. Bisher habe ich das über ein Stack zu tumblr von Joe Workman (<-das ist die Rapid Weaver Koryphäe!) gemacht. Das wir mir nicht flexibel genug.

Seit heute habe ich Rapidweaver mit RapidBlog erweitert – eine geniale Lösung um über den Google Account Blogpostings zu schreiben, die dann automatisch mit der eigenen Seite synchronisiert werden. Speichert man wichtige Inhalte sowieso auf Google, ist das Einbinden eines Bildes oder eines YouTube Videos nur ein Mausklick entfernt.

Das Beste aber: schauen sie sich killert.de mal auf einem Smartphone oder Tablet an. Meine Seite ist jetzt „responsive“, d.h. sie passt sich dem Medium, das sie anzeigt, an.

Hier geht es zu RapidBlog.

Demnächst schreibe ich mehr dazu.