Archiv der Kategorie: Schreiben

Der Flügelschlag eines Schmetterlings

„Amor Simplex“, mein Debütroman aus dem Jahr 2007, neu aufgelegt als eBook, steht jetzt als Download für den Kindle zur Verfügung. Wie immer ist der „Blick ins Buch“ mit Probekapitel aktiviert. Und der Preis von 2,99 EUR ist moderat, oder? Keine DRM Aktivierung, d.h. das Buch kann auf beliebig vielen Endgeräten gelesen werden. Ich vertraue meinen Lesern, dass Raubkopien bei so einem Preis kein Thema sind.

Als besonderen Appetizer habe ich das erste Kapitel „Der Flügelschlag eines Schmetterlings“ eingelesen:

Noch mehr Infos gibt es unter http://www.amor-simplex.de. Also: sich zu Weihnachten einen Kindle wünschen – für das passende Futter für den Kindle hier klicken.

Auch Bellame ist zum Kauf freigeschaltet – dazu aber in Kürze ein weiterer Post.

Amor Simplex und Bellame als eBooks

Amor Simplex

Es ist jetzt ziemlich genau zehn Jahre her, dass ich die letzten Arbeiten an meinem ersten Roman „Amor Simplex“ abgeschlossen habe. Vor einiger Zeit habe ich das Buch als Papierbuch „vom Markt genommen“ und die Veröffentlichung als eBook vorbereitet. Diese Vorbereitungen sind jetzt abgeschlossen. „Amor Simplex“ erscheint in wenigen Tagen bei Amazon und und etwas später bei Thalia als eBook.

Es gibt eine nicht unwesentliche Neuerung. Amor Simplex wurde um ein neues, ein 13. Kapitel ergänzt – exklusiv nur für die Käufer des eBooks zugänglich. Käufer des eBooks finden im Impressum des Buches (in der Regel die erste Seite nach dem Cover) einen Zugangscode, den sie hier eingeben können. Das 13. Kapitel existiert nicht in geschriebener Form, sondern wurde von mir eingelesen. Das sind quasi die ersten Vertonungen dieses Romans – ich plane ja schon länger, das gesamte Buch auch als Hörbuch zu produzieren. Das Equipment für gute Aufnahmen habe ich, aber ich könnte mich manchmal für meine eigene Schreibweise in den Arsch beißen. Manche meiner Sätze sind echt anstrengend und wenn man dann eine Passage zum zehnten oder elften Mal einliest, dann kann das sehr nervig sein. Aber ich werde mich auch an diese Arbeit machen – irgendwann im Laufe des kommenden Jahres.

Hörbuch Produktion

Aufnahmen für Soundcloud

Wenn ich dieses erste richtige Buch von mir so aus der zeitlichen Distanz betrachte – wenn ich so manche Passage lese deren Intention mir nicht mehr geläufig ist – dann erfüllt mich das mit Stolz. Das ist ein Text, den ich auch heute noch genauso schreiben würde oder zumindest heute nicht besser schreiben könnte. Und die Reaktionen auf dieses Buch damals haben mir ganz klar gezeigt, wie sehr der Eindruck eines Lesers davon abhängt, ob man den Autor persönlich kennt. Viele haben die ersten beiden Kapitel gelesen und sich gedacht, der Peter hat eine Liebesgeschichte geschrieben. Romantischer Kitsch war der erste Eindruck und das Buch wurde gar nicht zu Ende gelesen. Dabei geht es nicht um eine Liebesgeschichte und der Kitsch ist nur Mittel zum Zweck. Amor Simplex ist das pränatale Psychogramm eines Diktators, eine Beschreibung einer invertierten, geradezu pervertierten Form der Sublimation.

Neben „Amor Simplex“ habe ich auch „Bellame“, meine Kurzgeschichtensammlung, als eBook bei Amazon wiederveröffentlicht. Zu „Bellame“ wird es auch noch Extras geben, vermutlich eine weitere vorgelesene Geschichte aus der Sammlung. Die Micro-Sites zu den einzelnen Büchern sind verschwunden. Alles Infos zu meinen Büchern gibt es hier auf meiner Seite -> einfach im Menu auf Bücher klicken und dann auf die einzelnen Titel oder die Cover.

Zu Weihnachten werden beide Bücher käuflich zu erwerben sein – wer also zu Weihnachten einen eBook Reader erhält weiß schon jetzt, womit er gefüttert werden kann.

Urlaubsvorbereitungen

Fahre ich im Frühling oder im Spätsommer nach Amrum, dann wird der Urlaub anders geplant als der im November. Die Tage sind im November kürzer, ich miete kein Fahrrad und bin auch etwas weniger draußen. War ich im Mai noch um 22 Uhr beim Sonnenuntergang in den Dünen, so kann man diesen Anfang/Mitte November schon gegen 16:30 Uhr genießen. Jetzt im November geht die Sonne nicht mehr neben dem Leuchtturm unter und man hat nicht mehr den besten Platz im Hafen – jetzt geht die Sonne über dem kilometerweiten Kniepsand unter, als hellrote leuchtende Kugel, die vom Horizont und tobenden Wellen langsam gefressen wird.
Damit wird auch das immer wiederkehrende Thema besonders interessant: Fotos. Diesmal hoffe ich auf Windstille und bin für meine Fotos, in denen ich die Bewegung des Wassers als rauschenden Nebel einfangen will, nicht auf die Tageszeit angewiesen. Zum ersten Mal werde ich meine neu erworbenen Graufilter einsetzen. Dazu kommt auch das Tamron Zoom Objektiv zum ersten Mal auf Amrum zum Einsatz. Ich verspreche mir nochmals eine Steigerung der Qualität der Fotos. Gut die Hälfte meines Koffers wird mittlerweile von Foto-Equipment belegt.
Außerdem habe ich diesmal ein Notebook dabei, dessen Festplatte so groß ist, dass sie immer alle meine Fotos umfasst. Auch der 4K Bildschirm wird die RAW Fotos nochmal ganz anders zur Geltung bringen. Bisher war es so, dass ich meine Fotos zwar auf dem Notebook bearbeiten konnte – die eigentliche Bearbeitung erfolgte aber immer zu Hause am Computer. Weil dort die Fotos auf einem höher auflösenden Bildschirm einfach besser zu bearbeiten waren. Das ist diesmal anders. Die vielen Möglichkeiten von Photoshop Elements und den kostenfreien NIK Filtern, werden direkt vor Ort eingesetzt. Vorbei die Zeiten, in denen man sich zu Hause geärgert hat und ein Motiv gerne nochmal fotografieren wollte. Das kann jetzt direkt gemacht werden.
Der papierlose Urlaub – Werkzeuge eines Dorfpoeten
Neben dem Fotografieren steht reine Schreibarbeit auf dem Programm. Das Projekt, über das ich hier ja in vielen Buchrezensionen zu meinen Recherchen berichtet habe, ist voll in der Mache. Der Plot steht, die Zusammenhänge, die sich zu 100% an historischen Fakten orientieren, sind bis ins Detail recherchiert und der Protagonist, der alle roten Fäden in den Händen hält, ist eine echte Persönlichkeit mit plausibler und eingänglicher Biographie.
Der November ist ja auch NaNoWriMo („National Novel Writing Month“). Mit den 50.000 Wörtern als Vorgabe des NanoWriMo, komme ich nicht hin – mein Buch wird weit mehr Wörter umfassen. Ich werde den NaNoWriMo aber dennoch nutzen – zumindest in der Zeit auf meiner Insel – und mich von dieser Zeit, in der Tausende Menschen überall auf der Welt versuchen, ein Buch zu verfassen, inspirieren lassen. Der Account auf nanowrimo.org ist jedenfalls wieder reaktiviert und ich stöbere bereits in den Foren und halte Ausschau nach Webseiten von Gleichgesinnten. Ob ich dann am Ende als Winner dastehe ist zweitrangig.
Beim NaNoWriMo 2011 hatte ich knapp 52.000 Wörter geschrieben. Die schlummern noch als Rohfassung eines Buches mit dem Arbeitstitel „Animal Tristesse“ und müssen noch vollendet und ausgearbeitet werden. Der Titel ist dabei nur ein Arbeitstitel. „Animal Tristesse“ könnte leicht mit „Animal Triste“ – ein Buch von Monika Maron – verwechselt werden. Aber dieses Projekt liegt eh seit einiger Zeit auf Eis. Das aktuelle Projekt hat Vorrang.
Und als wäre das nicht schon längst genug für meinen Urlaub, stehen auch Lektüren an. „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq, „“Widerfahrnis“ von Bodo Kirchhoff (diesjähriger Gewinner des Deutschen Buchpreises) und Ian McEwan mit „Solar“ stehen auf meiner Liste. Letzteres habe ich bereits begonnen.
Außerdem werde ich erzählen, vermutlich hier in einem Blogeintrag, welcher literarisch aufbereitete Briefwechsel sowohl den zwischen Franz Kafka und Felice Bauer, als auch den zwischen Sophie Scholl und Fritz Hartnagel vom ersten Platz meiner Lieblingsbücher zur Zeitgeschichte verdrängt hat. Ich habe da nämlich etwas entdeckt, dessen Qualität ich schon erahnt habe, was mich dann aber aus den Socken gehauen hat.
Dies wird der erste Urlaub sein, in dem ich kein Stück Papier mitnehme – also kein Buch, keine einzige Zeitschrift, kein Notizbuch. Alles läuft jetzt digital und liegt auf dem Tablet vor. Das Tablet hat eine Pixeldichte von weit über 300 ppi – auf diesem Tablet etwas zu lesen ist eine wahre Freude. Nach meinem Urlaub beginnt daher auch eine große Aufräumaktion. Sämtliche Bücher, die ich auch als eBook besitze, wandern in die Altpapiertonne … .

Dance Like Nobody Is Watching

Wenn ich erzähle, dass ich Bücher in Eigenregie veröffentliche, dann kommt meist als erste Frage nicht, was ich schreibe und worüber ich schreibe. Die meisten Menschen fragen zu allererst, ob ich davon lebe und wieviel ich damit verdiene.
Dazu muss ich einfach mal ganz grundlegend sagen, dass ich
  1. … niemals ein Buch schreibe, um es zu verkaufen. Wer es nicht glaubt, dem kann ich nur die zahlreichen Geschichten hier in hunderten Blogeinträgen nahelegen – für diese Form der Kreativität werde ich niemals Geld bekommen und das ist völlig OK so.
  2. … noch nie, egal von welchem Autor, ein gutes Buch mit dem Vorsatz, damit Geld zu verdienen, geschrieben wurde. Die meisten guten Bücher haben Jahre vor ihrem Erfolg existiert und für einen Autor wäre es einfach nur naiv, mit dem Vorsatz, materiellen Erfolg haben zu wollen, ein Buch zu schreiben.
  3. … ich auch dann Bücher schreiben würde, wenn kein einziger Mensch außer mir sie lesen würde. Kreativität als Ausdruck von Sublimation ist wie ein Grundbedürfnis. Man würde ja auch nicht aufhören zu essen, nur weil einem niemand dabei zusieht. Es gilt also der Vorsatz: „Dance like nobody is watching“.
  4.  ... über ein dickes Fell verfüge, besonders dann, wenn Menschen meine Texte überfliegen, am besten so nebenbei während anderer wichtiger Tätigkeiten und sich dennoch eine Meinung anmaßen. Ich habe mir schon die absurdesten Dinge über mich und mein Schreiben anhören müssen. Mich wundert dann immer nur, dass sogar Menschen, die garantiert noch nie in ihrem Leben ein Buch gelesen haben, eine Meinung glauben haben zu müssen. Leider ist das nicht nur so, wenn es um die Text eines Dorfpoeten geht. Wir leben generell in Zeiten, in denen es heißt: Bild Dir Deine Meinung, aber lass Dich nicht von Fakten verwirren.
Als weiteres Argument – aber eher nebensächlich – gilt natürlich die Tatsache, dass ich einen Brotberuf habe. Der Kreative ist also ganz gut im Spannungsverhältnis zwischen Beruf und Berufung aufgehoben, auch wenn die zeitliche Gewichtung eine andere sein könnte. Aber das geht glaube ich jedem Menschen so. Selten fallen Beruf und Berufung in einer Tätigkeit zusammen.
Es hat aber einen Grund, warum ich diese Argumente hier anbringe. Es gibt neben diesen Vorsätzen natürlich auch eine reale Komponente. Einmal im Monat frage ich auf Amazon meine Verkaufszahlen ab und halte sie in einer kleinen Tabelle fest. Und da gibt es seit einigen Wochen eine überraschende Tendenz. Normalerweise verkaufe ich von meiner „Justitia“-Krimiserie pro Monat 3-12 Exemplare. Es gab auch schon mal Monate, da habe ich gar nichts verkauft. Jetzt sieht es so aus, dass ich mit mehr als 20 Exemplaren pro Monat da drüber liege. Alles völlig ohne Werbung. Was mich aber noch mehr überrascht – und da passt dann die materielle Komponente zu meinen Vorsätzen: es ist deutlich zu sehen, dass nach einem Verkauf des ersten Teils für 0,99 EUR die anderen Teile „nachgekauft“ werden. Ich kann leider nicht erkennen, ob es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt. Diese Schlussfolgerung liegt aber nahe. Warum sollte sich jemand Teil 2-5 kaufen ohne den ersten Teil zu kennen? Daraus wiederum lässt sich folgern, dass „Justitia“ als Serie angenommen wird, sobald der erste Teil gelesen wurde. Es kommt also so gut wie gar nicht vor, dass jemand nur den ersten Teil liest und es dann aufgibt. Natürlich gibt es noch einen Unterschied zwischen „gekauft“ und „gelesen“ – das ist mir klar.
Aber weg von meinen Büchern, hin zu „code-is-poetry“. Hier entwickeln sich auch so langsam die Bemühungen, das bisher einzige angebotene Produkt bei Google weiter vorne zu platzieren. Mit den wichtigsten Suchbegriffen „excel umrechnungskurse addin ezb“ wird meine Seite als 15. Ergebnis, also bereits auf der zweiten Seite der Suchergebnisse, gelistet. Das Problem ist nach wie vor, dass ich keine Möglichkeit sehe, die besondere Eigenart dieses Tools darzustellen. Es gibt zahlreiche Tools, um in Excel die Kurse für einen bestimmten Tag und eine bestimmte Kombination abzurufen. XcelPack1 ist aber sowohl in den Kombinationen und den Zeiträumen in allen Varianten flexibel. Dieses Tool ist also nur für Excel-Akrobaten interessant, die genau diese Flexibilität benötigen und ständig aktuell sein müssen.

 

Ich gewisser Weise bin ich noch ganz am Anfang. Kleine Schritte. Zwischen „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ und „Dance Like Nobody Is Watching“ besteht also ein direkter Zusammenhang … .