Archiv der Kategorie: Musik

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Aus aktuellem Anlass muss ich den Spieß umdrehen. Diesmal geht es nicht um eine Coverversion eines Depeche Mode Songs, sondern um die Coverversion von Depeche Mode zu anderen Künstlern.

Auf der letzten Tournee gehörte ein tolles Cover von „Heroes“ als Anerkennung von David Bowie zum Programm. Bowie hatte einen enormen EInfluss auf Depeche Mode, insbesondere auf den Sänger Dave Gahan.

30 Jahre ist jetzt der Release des Black Albums von Metallica her. Am Freitag wurde eine remasterte Deluxe-Version des Album veröffentlicht. Neben vielen Live- und Demoversionen, die die Entwicklung der Songs illustrieren, gibt es auch Tribute Versionen von anderen Künstlern als Verbeugung vor Metallica.

Dave Gahan von Depeche Mode hat seinen Beitrag dazu geleistet und den Klassiker „Nothing Else Matters“ interpretiert.

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Das zweite Depeche Mode Cover Video in dieser Serie ist in vielerlei Hinsicht sehr interessant. Die Band ist hier in Deutschland recht unbekannt, aber in ihrem Heimatland, in Norwegen, dagegen sehr populär. Nachfolgendes Video zeigt die Band „Röyksopp“ bei einem Auftritt in einer norwegischen Musiksendung, vielleicht vergleichbar mit unserer „Hitparade“.

Der Song, den sie von Depeche Mode gecovert haben, ist ein Klassiker – aber nur für echte Depeche Mode Fans. Ein sehr schöner Song, eine tolle Melodie, ein schöner Refrain, der aber nie in den Radios lief. Denn „Ice Machine“ ist die B-Seite der ersten Depeche Mode Single aus dem Jahr 1981 „Dreaming Of Me“ – Autor ist nicht Mastermind Martin Gore, sondern Vince Clarke, der Gründer von Depeche Mode, der bereits 1981 ausgestiegen war und die Bands Yazoo und Erasure gegründet hat.

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Depeche Mode sind immer noch abgetaucht – fraglich, ob bald etwas neues erscheint.

Depeche Mode sind Inspirationsquelle für viele andere Künstler. Es gibt einige Interpreten, die Depeche Mode gecovert haben. Einige dieser Cover möchte ich hier in den kommenden Tagen und Wochen vorstellen.

Den Anfang dieser Serie macht das „Skandalvideo“ von Rammstein, die vor vielen Jahren „Stripped“ aus dem Jahr 1986 gecovert haben. Das offizielle Video dazu ist aus Filmszenen von Leni Riefenstahls Werken „Triumph des Willens“ und „Olympia 1936“ zusammengesetzt. Lässt sich filmische Ästhetik aus dem Kontext lösen und so verarbeiten? Eigentlich nicht – aber das haben RAMMSTEIN natürlich gewusst und bewusst so inszeniert. „Stripped“ eigenet sich natürlich auch bestens dazu, dass „r“ teutonisch zu rollen.

RAMMSTEIN und ihre Interpretation von „Stripped“

Dum Dum Girl

Damals und Heute Vergleiche ziehen sich wie ein roter Faden durch die Beiträge meiner Seite. Heute ergänze ich diesen roten Faden mit einem musikalischen Brückenschlag von den 80er in die 2010er Jahre – die Kombination ist einmalig, denn sie vereint zwei Ikonen der Zeit miteinander.

Mark Hollis (1955-2019, Sänger und Mastermind von „Talk Talk„) und Alan Wilder, langjähriges Mitglied von Depeche Mode, der unter dem Namen „Recoil“ eigene Sachen produziert hat, aber auch als Produzent erfolgreich ist. 2012 war er der Produzent eines Tribute-Albums zu „Talk Talk“ und hat selbst einen Track mit seinem Projekt „Recoil“ beigesteuert.

Zunächst das Original des Songs „Dum Dum Girl“ von „Talk Talk“ aus dem Jahr 1984:

Und hier die Tribute Version aus dem Jahr 2012 von dem Album „Spirit Of Talk Talk“, produziert von Alan Wilder. Gesungen von Shara Worden. Ein fantastische Dramaturgie – ganz große Videokunst.

Mehr Details in einem Interview mit Alan Wilder aus dieser Zeit.

Und für diejenigen, die mit „Talk Talk“ nichts anfangen können – der größte Erfolg von „Talk Talk“ ist dieser Ohrwurm aus den 80ern: