Archiv der Kategorie: Lyrik

Wir, bei Dir und mittendrin

… und führe meine Hand, ich bin so gut zu Dir.

Bin bei Dir und an Dir und mittendrin –
ich drehe mich um meine Achse.
Lange Zeit verstand ich nicht, warum wir zum Uns gehören
Lange Zeit gelang es nicht, das Uns zum Wir zu küren.
Und nehme meine Hand, führe sie an Dein Gesicht.
Ich bin bei Dir wie Du bei mir –
wir drehen uns um unsere Achse.
Wir sind ein Teil von Größerem. Ohne uns ist Ganzes
Nichts. Wir sind am Ende wie ein Zwilling.
Der Zwilling einer Liebe.
Und nehme meine Hand, lass mich Dich fassen.
Ich bin in Dir, ganz tief im Wir.
Wir sind unsere Achse.

Dictatura Universale

Uns umgibt
Als verklärtes Etwas
Ein Band von Sprache
In liebend Blick

Uns allen
Ist es eigen
Das Gefühl
Als Ausdruck

Für Menschen
Ihr Dasein
Für den Plan
Des Verstehens

Wo Du küssen willst
Da darfst Du Dir sicher sein
Sind Lippen

Wo Du verstanden sein willst
Gibt es Münder
Die eben nicht nur sprechen können.

Labyrinth ohne Wände

Ich verharre
im Labyrinth ohne Wände
Die Tage sind kein Stolpern mehr
Über Steine im Weg

Der Tag
ist das Zurechtfinden
fest gefasst
orientiert

Im Geworfensein unter den Himmel
Licht und Wolken und Wind
und die vielen Menschen
um mich herum

Suchend ebenfalls
Im Labyrinth ohne Wände
und sie sind dort bestenfalls
Treibholz für andere.