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No Man´s Sky

Ich bin mit Computerspielen aufgewachsen. Wenn man in den 1970er Jahren geboren ist, dann hat man alle bisher interessanten Entwicklungen selbst miterlebt.

Aber nur alle paar Jahre gibt es mal ein echtes Highlight. Man erkennt diese Highlights besonders in einem Rückblick, wenn selbst nach Jahren stetiger Verbesserung von Grafik und Spielumfang die einfache Idee zeitlos im Gedächnis bleibt.

Weiterentwicklungen führen auch zur Bildung ganz neuer Genres. Strategiespiele, Shooter und – seit einigen Jahren ganz hoch im Kurs – Survival-Spiele.

Und je älter man wird, desto schwerer wird es, einen alten Nerd noch so richtig zu begeistern. Man ist teilweise wirklich schon zu alt, um das komplexe Handling einiger Spiele noch erlernen zu können. So ist es also auch für mich überraschend, dass es dann doch ein Spiel gibt, dass mich richtig fesselt und das nicht nur in in meinen wöchentlichen Online-Sessions fasziniert. Dieses Spiel heisst „No Man´s Sky“ und spielt in einer ganz eigenen Liga. Es gibt einige Spiele, die einen ähnlichen Anspruch haben – „No Man´s Sky“ ist aber einzigartig.

Das Spiel ist bereits 2016 erschienen und wurde durch einen mehrjährigen Vorlauf bereits vor Erscheinen gehyped (hier ein Video aus 2014, mit Sean Murray in dem der Macher des Spiels die Technologie dahinter erklärt) – das Spiel konnte aufgrund der hohen Erwartungen nur scheitern. Genau das passierte dann auch 2016. Die Kritiken waren vernichtend.

Was waren die Erwartungen? Nun, die Macher versprachen ein Open-World Spiel im Weltraum mit acht Trillionen(!) durch KI genierte, frei erkundbare Planeten mit immer wieder neu genierten Lebenwesen und Landschaften – strategische Handelssimulation wie einst beim Klassiker „Elite“, Shooter und Survival Game inklusive. 2016 waren davon bestenfalls Ansätze erkennbar. Die Spieler waren enttäuscht und wandten sich ab.

Das ist jetzt fünf Jahre her – seitdem hat es 21 Updates des Spiels gegeben. Sechs davon haben das Spielprinzip fundamental ergänzt und ausgebaut. Zuletzt die Inhaltergänzung „Origins“ und das grafische Update „Prisms“. Diese Updates waren alle kostenfrei. Das Ergebnis ist phänomenal. Die Screenshots in diesem Artikel stammen übrigens alle aus meinem aktuellen Spielstand – die Vielfalt, die sie suggerieren entspricht der Vielfalt in No Man´s Sky.

Es ist tatsächlich so, dass der Spieler in einem gigantischen Universum unterwegs ist. Vorab wird der Spielmodus eingestellt. Neben dem „normalen Modus“, bei dem zunächst grundlegende Ressourcen erschlossen werden müssen, gibt es auch den grandiosen „Kreativmodus“ – hier kann man sich komplett auf die Erkundung der Planeten konzentrieren ohne sich über das Überleben Gedanken machen zu müssen.

Im Anflug auf einen neuen Planeten

Die Planeten können paradiesisch, zugefroren, nuklear verseucht oder tektonisch instabil sein. Die zugehörigen Monde ebenfalls – aber alles lässt sich dank Exo-Anzug erkunden und wird in Echtzeit beim Überflug, der Erkundung zu Fuß oder im Exofahrzeug inspiziert. Hat man eine passende Stelle gefunden, kann man dort eine Basis bauen. Die vorgefertigten Bauteile dazu erlauben höchste Kreativität. Fangemeinden haben auf Planeten schon ganze Städte gebaut.

Eine Basis auf einem Berg errichtet
Blick in den Niemandshimmel zur Basis auf dem Nachbarplaneten

Hat man irgendwann alle Komponenten für einen Hyperantrieb des Raumschiffs zusammen, dann erkundet man einfach die nächsten Planeten. Man warpt einfach in das nächste Sonnensystem. Die vielfältigen Möglichkeiten, sich durch das Spiel zu bewegen, werden im Spiel selbst angeleitet – baue ich die nächste Basis oder suche ich nach den Hintergründen des empfangenen Notrufs? Oder springe ich zur nächsten Raumstation und versuche, mein Ansehen durch Handel aufzubauen oder kaufe ich mir ein organisches Raumschiff? Wie komme ich in den Nexus, dem Zentrum der Galaxie und was habe ich für Möglichkeiten in der Weltraumanomalie?

Zum Entspannen kann ich auch jederzeit meinen Lieblingsplaneten weiter kartographieren, ihn nach neuen, unglaublich fantasievollen Lebewesen absuchen, denen ich meine ganz eigenen Namen geben kann. Oder ich baue eine gigantische Untersee-Station in einem der Ozeane der Planeten. Damit alles was davon haben, kann ich meine Erkenntnisse und meine Basen in das No Man´s Sky Netzwerk hochladen.

Um in dieser gigantischen Welt an Orte zu gelangen, die andere Mitspieler oder Communities bereits erforscht und für besonders sehenswert deklariert haben, ist die erste große Herausforderung über Artefakte, Monolithen und Glyphen ein Portal zu aktivieren, in dem eine Kombination der Glyphen eingegeben werden kann, um sich dorthin zu teleportieren. Um diesen Spielstand zu erreichen, müssen bereits einige Spielstunden investiert worden sein.

Zu weit entfernen Stellen reisen – das geht nur über Portale

Die Adresse für die No Man´s Sky Portale gibt es auf vielen Community-Seiten. Auch die eigene Position kann über ein solches Portal ermittelt werden. Auf der Homepage von No Man´s Sky kann man diese Position in die Galaxy Map eingeben.

Meine Reise zum Mittelpunkt der Galaxie hat gerade erst begonnen

Fazit: No Man´s Sky ist das ultimative Spiel. Obwohl dieser Artikel recht lang ist, habe ich viele Aspekte noch gar nicht erwähnt. Das Spiel ist unglaublich abwechslungs- und umfangreich. Schaut man sich dann noch die vielen Videos auf Youtube von anderen Spielern an und schaut sich deren Planeten und Basen an, dann wird das Spiel zum Zeitfresser – aber zu einem, bei dem man nicht das Gefühl hat, seine Zeit mit Quatsch verbracht zu haben.

Das drahtlose Haushaltsschaltpult

Das ist höchst amüsant und streckenweise niedlich. 1972 schauten einige Visionäre auf das Jahr 2000 und machten daraus einen Film. Interessant, wie einige Dinge durchaus richtig vorhergesagt wurden – nur was die eigentliche Technik anging, scheiterte die Fantasie. Nun – vom drahtlosen Haushaltsschaltpult sind wir gar nicht so weit weg …

„Alexa? – Suche mir ein unterhaltsames, nostalgisches Video auf YouTube und spiele es auf meinem Bildschirm ab …“

Niedlich und nostalgisch – die Visionen der Vergangenheit

Kafka Manuskripte online

Kafka Manusktipte online – auf den Seiten der Nationalbibliothek von Israel

Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich einen Artikel zu unveröffentlichten Manuskripten von Franz Kafka geschrieben. Die Nationalbibliothek in Israel hatte auch einige Foto bereit gestellt. Für alle Freunde Kafka war das ein Fest. Obwohl … eigentlich war es nur die Ankündigung eines Festes.

Denn jetzt erst sind die Manuskripte online. Und nicht nur diese – auch viele andere Texte, die durchaus bereits bekannt waren, Zeichnungen und Korrespondenz, sind jetzt online. Zumindest teilweise.

Die Ladezeiten sind erheblich – aber es lohnt sich. Stufenlos kann man in hochauflösende Scans der Text „eintauchen“. Ein exzellente Qualität, mit Hintergrundinfos versehen und für jedermann zugänglich

Hier geht es zu dieser literarischen Schatzkiste

DSGVO & Co. – Ein notwendiges Übel

DSGVO & Co,

Günstiger, als die Texte selbst auszudrucken – die Verordnungen können als praktische Broschüren gekauft werden.

CONSILIUM – die Webversion meines Dienstplan-Tools geht allmählich in die Zielgerade. Eine erste Alpha-Version ist fertig – sie wird  derzeit mit verschiedenen Fallstudien getestet. Spätestens jetzt ist es wichtig, sich um ein scheinbar lästiges Thema wie den Datenschutz zu kümmern. DSGVO & Co. lassen grüßen. Was echte Mehrarbeit und ein schwieriges Unterfangen ist, ist aber meiner Meinung nach auch ein notwendiges Übel.

Datenschutz wird in Deutschland in besonderem Maße hochgehalten. Das ist auch gut so. Ich finde, die vielen Diskussionen, die sich gerade auch in diesen Zeiten zum Thema Datenschutz auftun, sind sehr wichtig. Die Verordnungen sind dabei insofern positiv zu sehen, als dass sie tatsächlich ein Instrument sind, wie Software für Effizienz sorgen kann, der Datenschutz aber gewährleistet bleibt. Im Klartext: Jede Form von Software kann mit Hilfe des Instrumentariums dieser Verordnungen datenschutzkonform umgesetzt werden. Auch wenn es manchmal viel Arbeit ist und damit Zeit und Geld kostet. Sie führen auch zu einer dringend notwendigen differenzierten Betrachtung von Gefahrenquellen – etwas, dass derzeit eher lästig und aufgezwungen wirkt und jeden Nutzer damit quält, sich mit so etwas wie „Cookies“ zu beschäftigen. Aber der Reihe nach … .

Die Hierarchie der Verordnungen ist eindeutig. DSGVO und ePrivacy Richtlinie sind europäische Verordnungen, wobei ePrivacy ein noch sich in der Veränderung befindlicher Teil des DSGVO ist.  Sie umfasst bereits die sogenannte Cookie-Richtlinie, zu der auch (Stand Februar 2021) ein erweiterter Entwurf gehört. Das Bundesdatenschutzgesetz ist nationales Gesetz und steht – sofern ich das als Nicht-Jurist überhaupt beurteilen kann – nicht im Widerspruch zur DSGVO.

Der Datenschutz hat also einen brauchbaren europäischen Rahmen. Ich denke, das ist ein wichtiger Aspekt. Zu erwähnen ist aber auch, dass die DSGVO von nationalem Recht eingeschränkt werden kann. Die Bedingungen dafür sind in der DSGVO selbst festgelegt. Wenn also in Deutschland immer wieder Projekte vertrödelt werden und auf den angeblich strikten Datenschutz in Deutschland verwiesen wird – das ist schlicht falsch. Die DSGVO betrifft alle europäischen Staaten. Wenn Deutschland zum Beispiel eine DSGVO-konforme Datenschutz-App nicht auf die Reihe kriegt, die Schweden aber damit schon seit Monaten fertig sind, dann hat das nichts mit Datenschutz in Deutschland zu tun.

Was sind nun die zentralen Bestandteile der DSGVO? Das lässt sich mit diesen Schlagwörtern zusammenfassen:

  • Einwilligung zur Verarbeitung von Daten zwingend und explizit notwendig
  • Transparenz und Zweckgebundenheit der Datenverarbeitung
  • Exklusive Hoheit über die Nutzerdaten beim Nutzer – dieser muss jederzeit erfahren können, welche Daten zu welchem Zweck über ihn erfasst wurden.
  • Das Recht auf Löschen von Daten und das Recht auf „Vergessenwerden“

Das bedeutet für die Softwarenutzung im Internet eine ganze Menge Änderungen. Es reicht also nicht, dass ein Nutzer eine E-Mail Adresse und ein Passwort für eine Software wählt – er muss auch erfahren können dürfen, was mit diesen Informationen passiert. Das sollte in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen festgelegt sein.

Viel entscheidender – und leider bisher nicht in Verordnungen gegossen – ist der sogenannte SaaS Vertrag („Software as a Service“). Dazu gibt es bisher keine eigene Verordnung – allerdings ist die Annahme, dass diese Art von digitalem Produkt durch die DSGVO abgedeckt ist, doch eher lückenhaft. Denn „SaaS“ – also das regelmässige Nutzen einer Software im Internet oder auf einem Server – bedeutet nicht selten, dass mehr als zwei Parteien involviert sind. Neben dem Anbieter und dem Kunden spielen auch personenbezogene Daten eine Rolle – im Falle von CONSILIUM sind das die Daten der MitarbeiterInnen, die in diesem Dienstplan-Tool verwaltet werden. Und es gibt dann noch den Service-Provider, der die Datenbank hostet. Auch der muß DSGVO-konform handeln. Hier könnte man meinen, dass das selbstverständlich sei – nun, das ist eine steile These. Wie oft hören wir davon, dass z.B. Passwörter in Datenbanken im Klartext gespeichert sind? Hier machen es sich einige Anbieter einfach, in dem sie annehmen, dass der Zugang zur Datenbank selbst verschlüsselt ist. Und das würde als Sicherheitsmaßnahme ausreichen. Das jedoch ist fahrlässig und auch ein indirekter Verstoß gegen die DSGVO.

Man muss also aufpassen, wenn AGBs und Datenbestimmungen für „Software as a Service“ definiert werden. Es gibt dafür auch kaum kostenpflichtige Templates oder gar kostenfreie Vorlagen, die man als „SaaS“ – Betreiber nehmen und anpassen könnte. Das liegt ganz einfach an den vielfältigen Szenarien, die sich aus der Software ergeben können. Welche Parteien sind involviert, wie müssen Sie durch die DSGVO in die Pflicht genommen und geschützt werden? Bei „CONSILIUM“ ist es z.B. so, dass die verwalteten MitarbeiterInnen durch einen Administrator selbst zu CONSILIUM Nutzern werden können. Damit können sie direkt über einen Teil ihrer Daten selbst verfügen – was bedeutet das für ihre Rechten und Pflichten? Ein sehr weites Feld … .

Aber das Wichtigste überhaupt: das Vertrauen. Der Nutzer der Software muss Vertrauen haben können. Deswegen habe ich mich entschlossen, zusätzlich zu den AGBs und der Datenschutzbestimmung auch einen eigenen Datenschutzkodex zu verfassen. Diese Kodex ist jenseits von halb-juristischem seitenlangem Kauderwelsch eine Eigenverpflichtung, die genau diesem Vertrauensaufbau dienen soll. Man stelle sich vor, als Softwarebetreiber würde man in den begründeten Verdacht geraten, Daten an Dritte zu verkaufen – das wäre der Super-GAU. Es muss also mehr als deutlich werden, dass das Werben um berechtigstes Vertrauen Zukunft für den Betreiber schafft und in dessen Interesse liegt.

Mehr dazu in den nächsten Wochen, wenn als diese Erzählungen praktische Formen annehmen.