Archiv des Autors: pkillert

100 Jahre Sophie Scholl

Heute vor 100 Jahren wurde Sophie Scholl geboren. Vor einigen Jahren habe ich mich mit Sophie Scholl auseinandergesetzt. Die Spielfilme gesehen (Empfehlung, Link zur Mediathek), die Dokumentationen, die Briefe, die Biographien – mich hat sehr beeindruckt, wie ein so junger Mensch so weitsichtig sein konnte.

Dass sie von Leerdenkern heute vereinnahmt wird, ist traurig. Auch die begleitende „Diskussion“ darum, ob Sophie Scholl moralisch idealisiert oder verklärt werde – bedauernswerter Quatsch. Sie war ein Mensch voller Widersprüche. Entscheidend aber ist die Entwicklung, die ihr Denken genommen hat. Wer sich mit dem kurzen Leben von ihr, ihres Bruders, ihrer Freunde auseinandersetzt erhält eine Vorstellung davon, was ein aufgeklärter Freigeist ist – das klingt nicht nach sehr viel und viele Menschen nehmen diese Bezeichnung für sich selbst in Anspruch. Es ist aber so viel mehr und all das, was uns heute fehlt. Man sieht es in den wenigen Fotos, die von ihr existieren. Haben Sie nicht auch den Eindruck, dass diese Bilder wie aus der Zeit herausgefallen wirken – dass sie zeitlos sind?

Hier meine Geschichte „Zeitloser Engel“ aus der Kurzgeschichtensammlung „Bellame“ aus dem Jahr 2011:

Zeitloser Engel by Peter Killert

100 Jahre Peter Ustinov

Heute vor 100 Jahren wurde Peter Ustinov geboren. Seine schauspielerische Leistung in dem Monumentalfilm „Quo Vadis“ ist ganz große Schauspielkunst.

Hier die Szene, in der seine „Gottheit Nero“ – der nicht nur Kaiser ist, sondern der sich auch für den größten Poeten seiner Zeit hält – mit seiner Gefolgschaft den Balkon des Kaiserpalastes betritt und auf das brennende Rom blickt. Er selbst hat es anzünden lassen.

„Die Nacht ist kühl. Wir sollten uns zurückziehen …“. 

Oberlarer Hof

(Dieser Eintrag ist Teil der „Troisdorfer Ansichten“, die ständig erweitert werden)

Als ich in den 90er Jahren in der Altenpflege gearbeitet habe und ältere Menschen aus Troisdorf-Oberlar nach dem Namen „Killert“ gefragt habe, kam fast immer als Reaktion. „Killert? Die Wirtschaft!“ – Mit „Wirtschaft“ war der „Oberlarer Hof“ gemeint, Ecke Talweg / Sieglarer Straße. Diese Wirtschaft gehörte viele Jahre einem Onkel und einer Tante, wurde dann verkauft und seit einigen Jahren gibt es den Oberlarer Hof nicht mehr. Der ist (oder wird noch) zu einem normalen Wohnhaus umgebaut.

Oberlarer Hof 1908Ehemaliger Oberlarer Hof 2021

Wichtige Anmerkung: Die Originalfotos stammen aus den sozialen Medien oder existieren als eingescannte Postkarten – sofern nicht anders angegeben, sind mir die Urheber nicht bekannt. Da ich hier natürlich keine Urheberrechte verletzen möchte, bitte ich bei Einwänden zum Gebrauch der Fotos um eine kurze Nachricht per E-Mail. Mit der Darstellung der Troisdorfer Ansichten verfolge ich keine kommerziellen Absichten.