4. Dezember 2022

Es gibt einige kleine Neuigkeiten bei mir, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Da es auf dieser Seite hauptsächlich um mein Schreiben geht, erzähle ich ein wenig über den Stand zu meinem zweiten Roman, an dem ich jetzt schon sehr lange rumbastele und der auch noch längst nicht fertig ist. Vorab aber ein paar andere Informationen.

Bei UPS in Troisdorf werden einige Stellen ins Ausland verlagert. Das war ein zu erwartender Prozess und ich habe mich zeitig, schon vor dieser Entscheidung, innerhalb des Unternehmens, umorientiert, bevor mein Bereich von diesen Maßnahmen betroffen ist. Seit dem 01. Oktober bin ich nicht mehr der Technische Repräsentant der Importbuchhaltung sondern bin jetzt “Payroll Administrator” – ich gehöre jetzt zu einem Team von insgesamt vier Personen, die die technischen Abläufe der Lohn- und Gehaltsbuchhaltung für sämtliche MitarbeiterInnen steuern. Zeitgleich muss ich aber auch noch eine ganze Weile meinen alten Job betreuen und bin entsprechend für die nächsten Wochen und Monate extrem beschäftigt. Viele seit fast 25 Jahren gewachsene Strukturen müssen dokumentiert und übergeben werden. Neben meiner Einarbeitung in einen völlig neuen Themenbereich muss ich also auch diese sogenannte “Transition” mitbetreuen. Jeder, der so etwas schon einmal gemacht hat, kann sich vorstellen, dass neben der Arbeit viele Konflikte ausgetragen werden müssen. Das ist ziemlich anstrengend.

UPS Neuss
Mein neuer Dienstsitz – die Firmenzentrale von UPS in Neuss

Offiziell ist mein neuer Dienstsitz jetzt in Neuss – ich bin aber auch nach wie vor oft im Home-Office. Wenn ich nach Neuss fahre, dann ist das ein langer Anfahrtsweg, der aber machbar ist. Mit der S-Bahn nach Köln und dann nach Neuss sind ca. 1:20 Minuten pro Fahrt. Mit dem ICE von Siegburg nach Düsseldorf und dann drei Stationen zurück nach “Neuss-Rheinparkcenter” geht es sehr viel schneller. Reine Fahrzeit ca. 45 Minuten.

Viel wichtiger als all das aber sind meine Schreib-Aktivitäten. Ich habe ja schon vor fast genau zwei Jahren meine Recherchen zu meinem Buch abgeschlossen (eine Sammlung meiner Rezensionen dazu gibt es auf diese Seite). Kurz zur Erinnerung: Der Journalist Valentin Kepler erfährt in einer Breaking-News im Fernsehen von der Enttarnung des Stasi-Agenten “Otto Bohl”. Der eigentliche Name dieses Agenten ist Karl-Heinz Kurras – dieser hat als Westberliner Polizist am 02. Juni 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschossen. Es steht also die Möglichkeit im Raum, dass der Mord an Benno Ohnesorg, der wie kaum ein Ereignis die politische Kultur in Westdeutschland geprägt und radikalisiert hat, von der Staatssicherheit der DDR in Auftrag gegeben worden sein könnte. Valentin Kepler erinnert sich an seine Anfangszeit als Journalist Anfang der 90er Jahre, als er einen Koordinator des Deutschen Verfassungsschutzes namens Kurt Mondrian interviewt hat. Er ist schockiert, denn den Namen “Otto Bohl” hat er damals schon von diesem Kurt Mondrian gehört. Er forscht weiter nach, durchforstet seine Aufzeichnungen und erzählt die Lebensgeschichte dieses Kurt Mondrian. Diese Geschichte deckt unglaubliche Zusammenhänge zwischen Politik, Gesellschaft und anderen Institutionen auf und das über viele Jahrzehnte.

Mindmaps, Flowcharts und eine Rohfassung – für eine Veröffentlichung muss noch einiges investiert werden

Das Buch ist also eine Reflexion der Deutschen Nachkriegsgeschichte und entsprechend umfangreich. Die von mir erfundene Geschichte muss in die Historie und in meine Recherchen eingebettet werden. Und das ist ein gigantisches Unterfangen, das nun schon seit Jahren andauert. Mittlerweile ist es so, dass alle 45 Kapitel in der Rohfassung geschrieben sind, das Manuskript derzeit ca. 250 DIN A4 Seiten umfasst und jetzt sehr viel Überarbeitung benötigt. Die hatte ich bisher mit “Papyrus Autor” koordiniert, was mir aber nicht flexibel genug ist. Ich habe für jedes Kapitel ein Evernote Notizbuch angelegt, in dass ich die Quellen einsortiere und den Überblick behalte ich mit Mindmaps in XMIND – ebenfalls zu jeden einzelnen Kapitel. Die Mindmaps sind untereinander sinnvoll verlinkt. So kann ich mich jederzeit in die Struktur wieder hineindenken und alles auch mit Aufgabenlisten verbinden. Diese habe ich noch gar nicht befüllt – sie wären vermutlich endlos lang. Meine realistische Einschätzung ist, dass ich noch mindestens zwei Jahre brauche, bis ein völlig fertiger Entwurf steht. In diesen werde ich dann mit großer Sicherheit ein professionelles Korrektorat investieren. Erst in drei Jahren ist eine Veröffentlichung realistisch.

Und es gibt ja noch andere unfertige Projekte. An eines bin ich neulich in einer sehr schönen E-Mail erinnert worden:

Das wäre also auch ein Projekt, das ich langsam mal vollenden sollte 🙂