3. Februar 2022

Nein, das ist keine bezahlte Werbung und nein, ich bin kein bekloppter STAR WARS Fanboy. Also wenn, dann nur ein bisschen 🙂

Da sich die erste Staffel von „The Book Of Boba Fett“ dem Ende neigt – nächsten Mittwoch gibt es die vorerst letzte Folge – ist es an der Zeit, eine kleine Rezension zu schreiben. „The Book Of Boba Fett“ ist die zweite Serie zu einem eigenen Star Wars Charakter nach „The Mandolarian“, zu dem es bereits zwei Staffeln gibt und zwei weitere sind in Produktion. „Obi Wan Kenobi“ und „Ahsoka“ werden in Kürze folgen.

Was „The Mandolarian“ und „The Book Of Boba Fett“ bisher offenbaren ist EPISCH.

Trailer zur 2. Staffel von THE MANDOLARIAN

Achtung SPOILER: Der Mandalorianer ist ein Kopfgeldjäger, der von mächtigen Personen des zerschlagenen Imperiums (zeitlich ist die Serie nach dem Ende der ersten Original-Trilogie angesiedelt) einen Auftrag bekommt: er soll eine äußerst mächtige, wichtige Person finden und diese Person ausliefern. Als der Mandalorianer bemerkt, dass es sich bei dieser Person um ein kindliches Wesen, ein „Baby-Yoda“ handelt, meldet sich sein Gewissen. Anstatt den kleinen auszuliefern (man plant irgendwelche Experimente mit diesem Wesen) rettet er ihn und kassiert aber totzdem die Belohnung. Die besteht aus einem großen Haufen „Beska“, dem wertvollsten Metall der Galaxies. Je mehr Beska die Rüstung eines Mandalorianers beinhaltet, desto höher sein gesellschaftlicher Status. Die Rüstung unseres Mandalorianer besteht quasi komplett auf diesem Metall. Aber er und der kleine „Grogu“ sind auf der Flucht – schnell wird klar, dass der Kleine sagenhafte Fähigkeiten besitzt … .

Trailer zu THE BOOK OF BOBA FETT

Boba Fett ist ebenfalls ein Mandalorianer – er ist der Sohn von Django Fett, der als Vorlage für die Klone gedient hat. Und wir kennen ihn aus der Orignaltrilogie, wo er Han Solo an Jabba den Hutten ausliefert und ihn vorher einfriert. Als Luke und Leia Han Solo befreien stürzt Boba Fett in den Schlund eines Wüstenmonsters und ist tot – so scheint es.

„The Book Of Boba Fett“ beginnt exakt zu diesem Zeitpunkt. Boba Fett schafft es, sich auf dem Schlund des Monsters zu befreien und liegt halbtot in der Wüste von Tatooine. Da finden ihn die Sandleute, nehmen ihn auf und als sich Boba Fett mehrfach für sie einsetzt, entsteht eine tiefe Freundschaft. Wir erfahren dies in Rückblicken und wissen zugleich, dass Boba Fett jetzt den Platz von Jabba the Hut eingenommen hat – er ist jetzt der Daimyō von Tatooine. Die Serie erzählt also vom Aufstieg des Boba Fett.

Beide Serien sind ganz stark ineinander verwoben. Boba Fett taucht bereits in „Der Mandalorianer“ auf und zwei Folgen aus „The Book Of Boba Fett“ drehen sich fast ausschliesslich um den Mandalorianer. Man darf also sehr gespannt sein, wie „Ahsoka“ hier integriert wird – die Jedi-Ritterin taucht in beiden Serien auf. „Obi Wan Kenobi“ ist zeilich früher angesetzt, dürfte aber auch von der Vorarbeit der Serien profitieren.

Beide Serien sind perfekte STAR WARS Geschichten. Nach jeder Folge hat man das Gefühl, man hätte eine ganze Trilogie gesehen. Unfassbar geniale Ideen, die so viele Dinge und Figuren aus den Filmen aufgreifen und vertiefen. Sei es die Band im Cafe in Mos Eisley, die vielen Tiere und Kreaturen auf Tatooine, die fast alle einen eigenen Charakter entwickeln, aber auch die Raumschiffe, Droiden, Orte – alles bekannt und vertraut und alles andere, als ein Abklatsch des Originals. Das faszinierende STAR WARS Inventar wird weiter ausgebaut.

Wenn dann noch ein Möchtegern Darth Vader wie Moff Gideon ein seltsames, dunkles Laserschwert besitzt und mit Tie Fightern das alte Imperium heraufbeschwört, wird der STAR WARS Nerd dort abgeholt, wo er schon seit langem auf solche Stories gewartet hat.

Es ist wirklich selten, dass die Fortsetzung eines Kults etwas taugt. Aber diese beiden STAR WARS Serien setzen Maßstäbe und übertreffen sogar die geniale Fortsetzung von BLADE RUNNER. Bitte mehr davon! Viel mehr! 🙂