Amrum Tagebuch : Auf meiner Insel – 14.11.2021 (Rückreise)

Das war mein bisher längster Urlaub auf Amrum. Ich bin ja meistens mehrmals im Jahr auf Amrum, so dass ich 12 oder 13 Übernachtungen dort habe. Diesmal waren es 15 Übernachtungen. Die zwei zusätzlichen Tage hat man gemerkt – man gewöhnt sich an die Wohnung, die Routine. Man verlässt die Insel, sein eigentliches Zuhause.

Wittdün Amrum
Mit der „MS Schleswig Holstein“ ging es zurück nach Dagebüll

Aufgestanden bin ich um 5:15 Uhr und habe nochmal alles gecheckt, was ich eingepackt habe. Die Wohnung soll besenrein hinterlassen werden, Bettwäsche abziehen, Handtücher ablegen usw. – Um 6:45 Uhr habe ich dann die Fähre betreten und war mit dem Frühstück schon fertig, als sie um 7:15 Uhr abfahren ist. Bis zum Zwischenstopp stand ich allein auf dem „Sonnendeck“, das an diesem grauen Morgen ein kalter, sehr windiger Platz war. In Wyk habe ich dann sehen können, mit welch rasender Präzision das Autodeck vollgepackt wird.

Amrum
Nach 15 Minuten verschwand Amrum im grauen, dichten Morgennebel

Dann wurde es spannend – der IC 2311 nach Stuttgart sollte mich nach der Fahrt mit der NEG Bimmelbahn nach Hause bringen. Hat er auch – mit der sagenhaften Verspätung, die er schon seit Wochen hat. Mit 50 Minuten Verspätung war ich in Köln. Aber nicht im Hauptbahnhof sondern in Deutz. Der IC2311 fährt eine etwas andere Route. Das hat nichts mit den Baustellen in Schleswig-Holstein zu tun, sondern viel eher mit den Baustellen im Ruhrgebiet. Der IC schleicht durch den Dortmunder Hauptbahnhof, den er nur durchfährt – ein Halt in Dortmund ist nicht vorgesehen. Dort, wo die Hauptgleise sind, stehen Bagger und Planierraupen. Das komplette Gleisbett des Bahnhofes scheint „entkernt“ zu sein. Die verbleibenden Gleise teilen sich Regional- und Fernverkehr und wie der Zugführer mehrfach durchgesagt hat, hat der Regionalverkehr Priorität. Das bedeutet, dass der IC zwischen Gelsenkirchen, Essen und Duisburg mehr oder weniger im Schritttempo den S-Bahnen hinterherfährt. Das ist die Ursache für die Verspätung.

Trotzdem hat alles gut geklappt. In Deutz konnte ich eine Regionalbahn nehmen, die nur einmal in Porz gehalten hat und dann bis Troisdorf weitergefahren ist. Um 18:30 Uhr war ich zu Hause. Eine akzeptable Zeit.