Auf meiner Insel – 29.12.2019

Auch heute wieder alles grau auf Amrum. Ganz im Gegensatz zu dem Wetter in Troisdorf. Meine Webcams zu Hause verraten mir, dass sich in Troisdorf auch ab und an die Sonne gezeigt hat. Aber es ist hier nicht mehr ganz so kalt wie in den letzten Tagen. Obwohl einige Geschäfte geöffnet hatten, wirkt nach wie vor alles sehr ruhig hier. Ich mag ja diese Tage zwischen den Jahren und diese Ruhe.

Kniepsandbucht

Abends sitze ich an der Überarbeitung meines neuen Romans, von dem ich schon mehrfach berichtet habe. Das dauert so lange, weil sich die Handlung über mehr als siebzig Jahre hinzieht und ein Balanceakt zwischen historischen Fakten und einer erfundenen Biografie ist. Mir ist bei der gesamten Bearbeitung am wichtigsten, dass die Geschichte nicht als Verschwörungstheorie interpretiert werden kann – fast alle Figuren sind daher historische Persönlichkeiten, denen die erfundenen Figuren nur über die Schulter schauen. Das erfordert ständige Anpassungen und das Überdenken logischer Zusammenhänge. Je stimmiger das ist, desto runder und einleuchtender auch das Leseerlebnis.

Vor mehr als zwei Jahren hatte ich drei Passagen, die auch nahezu unverändert Teil des Romans sein werden, als Appetizer aufgenommen. Wer also eine Ahnung davon bekommen möchte, worum es geht, darf mir bei drei Kapiteln zuhören. Ich habe diese drei Kapitel unter dem Namen „Zeitenwende“ zusammengefasst. Das ist aber nicht der Titel des Romans:

Eine große Hilfe bei der Bearbeitung ist die Software „Papyrus“, das mit seiner neuesten Version eine wichtige Funktion eingeführt hat. Man kann sich jetzt eine Übersicht der einzelnen Kapitel und deren Status ausdrucken, d.h. man hat einen exakten Überblick darüber, was noch fehlt und was noch überarbeitet werden muss.

Wohnung 22 in der Strandresidenz

Bei meinem aktuellen Text fehlen noch fünf Kapitel, zwei sind noch unvollständig und 33 Kapitel müssen (nur) noch überarbeitet werden. Eingebettet ist der gesamte Text in Prolog und Epilog. Es wird außerdem drei Anhänge geben mit Begriffserklärungen, Zeittafel und zusätzlichen, nicht verwendeten Texten. Auch diese Elemente müssen (nur) noch überarbeitet werden.

Dortpoet at work

Das Buch hat einen Umfang von ca. 220 DIN A4 Seiten und wird gedruckt ca. 350 Seiten stark sein. In den kommenden Tagen werde ich mindestens drei der fehlenden Kapitel ergänzen und alles für die letzten Texte, die dann im Februar hinzugefügt werden, vorbereiten.

Das Buch wird in jedem Fall bis Ostern in einer lektorierbaren Fassung vorliegen und ganz sicher noch in diesem Jahr von mir verlegt werden – vermutlich sogar noch im ersten Halbjahr. Ob als Printausgabe oder nur als eBook – die Entscheidung habe ich noch nicht getroffen.