Kultur. Nutzerzahlen. Werbung. Teufelskreis?

Wer in den letzten Wochen das Kultur-Magazin verfolgt hat, der hat gesehen, dass sich dort einiges getan hat. Eigentlich ist so eine Seite ständig in Bearbeitung und nie ganz fertig. Man kommt aber irgendwann an einen Punkt, wo es nicht mehr um die Funktionen der Seite geht, sondern wo man sich nur noch um die Inhalte zu kümmern beginnt.

Ich habe meinen MAC reaktiviert. Dort gibt es einen externen Editor, der perfekt geeignet ist, um von überall offline Artikel zu schreiben, um sie dann automatisch hochzuladen. Alle Inhalte, die keine Artikel und keine Seiten in WordPress sind – zum Beispiel die vielen Infos in der Sidebar rechts – habe ich als als separate HTML Dateien ausgelagert, die ich mal eben ganz schnell editieren und aktualisieren kann. Für alle, die eine Möglichkeit suchen, einen HTML Inhalt von einer anderen Seite per Javascript in eine bestehende Seite zu laden – so geht’s. Einfach an die eigenen Gegebenheiten anpassen. jQuery Einbindung ist die Voraussetzung:

<script>
jQuery(function(){
  jQuery(„#inhalt“).load(„https://www.meineseite.de/ExternerInhalt.html“);
});
</script>
<div id=“inhalt“></div>

 

Ich habe auch zum ersten Mal Werbung gemacht. Also richtig Werbung, in dem ich einen Beitrag auf Facebook „beworben“ habe. Das ist im Prinzip ganz einfach. Man nimmt einen Facebook-Beitrag – in meinem Fall ein Artikel, in dem ich auf die Funktionen zum Mitmachen hingewiesen habe – und sagt Facebook, dass er bei mehreren tausend Menschen als gesponserter Beitrag in deren Timeline erscheinen soll. Das Besondere: man definiert eine Zielgruppe, was in meinem Fall kulturinteressierte Menschen, insbesondere Künstler, Autoren, Selfpublisher sind. Der Post selber ist unaufdringlich, denn es geht mir tatsächlich nur darum, das Kultur-Magazin bekannter zu machen. Man gibt Facebook außerdem ein Budget und einen Zeitraum vor. Ich habe meine Seite zwei Wochen lang beworben und insgesamt 30,- ausgegeben. Da Facebook mit Instagram verbandelt ist, wird auch dort geworben. Das Ergebnis ist annehmbar. Es gibt tatsächlich eine ganze Menge neue Likes, neue Kontakte und es werden bisher unbekannte Personen auf das Kultur-Magazin aufmerksam. Diesen Beitrag habe ich für die Promotion genutzt:

FacebookPromotionJuli2019 1

Die Ergebnisse sind OK – was bei Ausgaben für Werbung immer ein „haptisches“ Problem ist: man hat hinterher nichts in der Hand. Man gibt Geld für etwas aus, das keinen direkten Nutzen zeigt.

FacebookPromotionJuli2019 2

Ich denke, dass ich solche Werbemaßnahmen wiederholen muß. Dann auch mal mit Google Ads.

Eine viel größere Baustelle ergibt sich aber derzeit aus den Rankingergebnissen meiner Artikel bei Google. Ich bearbeite jeden Artikel mit SEO Keywords, über die sich meine Artikel finden lassen sollen. Das fruchtet leider im Moment noch gar nicht. Der Ablauf ist relativ simpel. Nachdem der Artikel geschrieben wurde, wird über ein in WordPress integriertes SEO Tool (SEO = Search Engine Optimization) die Bearbeitung der Keywords und der Suchphrasen verfeinert. Diese sind dann wiederum Teil der Sitemap Files, die man über die Google Konsolen einreichen kann und die Google in regelmäßigen Abständen abruft und indexiert. So entstehen Google Einträge. Suche ich jedoch einen Artikel probehalber mit den Keywords ab, dann finde ich kein akzeptables Ranking. Beispiel: Mein Artikel über die Mondlandung vor zwei Wochen sollte über „Mondlandung“ und „Linksammlung“ als Stichworte auffindbar sein. Nach 15 Seiten in den Google-Ergebnissen habe ich die Suche aufgegeben.

Mir ist schon klar, dass eine Seite ohne Reputation keine Top-Ergebnisse von heute auf morgen erzielt, aber ich habe im Grunde überhaupt keine vernünftigen Ergebnisse abrufen können. Ich erinnere mich, dass ich vor einigen Jahren mit dem Artikel über die Camus Biographie von Iris Radisch auf Anhieb unter den ersten drei Ergebnissen in der Google Suche aufgetaucht bin. Was letztendlich ausschlaggebend ist, kann niemand mit Gewissheit sagen.

Meine Vermutung ist, dass meine neu gestartete Seite als eine Art Copy/Paste Crossposting wahrgenommen wird. Google meint, dass diese Inhalte nicht neu sind (was für meine alten Artikel auch stimmt) und setzt das Ranking dementsprechend. Ich muss da mal genauer nachforschen.

Eine weitere große Baustelle ist das Thema Werbung und Werbeanzeigen. Nach Monaten hat Google jetzt meine Seite für Google AdSense aktiviert. Das ist ein geniales Tool, um an den bekannten Stellen auf einer Seite Werbeanzeigen zu platzieren. Damit diese aber auch Traffic generieren, müssen die Besucher meiner Seite die Werbeanzeigen auch sehen und im besten Fall auch auf sie klicken. Das erreicht man, in dem man auf die Deaktivierung eines AdBlockers hinweist. Jetzt kam heute indirekt eine erste Rückmeldung, die sinngemäß lautete: Neue Seite und schon mit Werbung vollgestopft – keine Bereitschaft den AdBlocker abzustellen. Da ich meinen AdBlocker-Hinweis so eingestellt habe, dass er ein Betrachten meiner Seite ohne Deaktivierung des AdBlocker nichts zulässt, gehen möglicherweise viele Menschen gar nicht auf meine Seite. Sie sehen gar nicht, wie dezent die Werbung ist. Ich habe jetzt, um dem entgegenzuwirken, den Hinweis jetzt nicht „absolut“ eingestellt – er kann weggeklickt werden und die Seite erscheint dann ohne Werbung. Natürlich wäre auch naheliegend, einen AdBlocker für den Anfang komplett zu zulassen. Das habe ich aber kategorisch ausgeschlossen. Erst ohne Werbung die Besucher anlocken, um sie dann später mit Werbung zu vergraulen – das ist ein noch schlechterer Weg. Man kann nur auf die Einsicht hoffen, dass so eine Seite ohne Werbung auf lange Sicht nicht bestehen kann. Da ich ja selbst auch einfacher Internetnutzer bin und zum Beispiel diverse Tageszeitungen konsumiere, ist der Umgang mit dem AdBlocker aus meiner Sicht jetzt viel pragmatischer. Die Umsonstkultur zwingt Seitenbetreiber und Kunden zu einem bedachten Einsatz der AdBlocker. Verständnis ist hier das Wichtigste.

Trotz dieser Widrigkeiten: die Richtung stimmt. Ich freue mich sehr über die Zahl meiner Nutzer und weiterhin über eine geringe Absprungrate. Wenn ein Nutzer auf www.kultur-magazin.de ist, dann ist er gekommen, um zu bleiben.

EntwicklungJuli2019