Auf meiner Insel – 28.12.2019

Heute morgen, kurz vor acht – Leider die einzigen Sonnenstrahlen an diesem Tag

So schön auch diese Wohnung ist – sie hat einen großen Nachteil. Der einzige Platz, an dem man sitzen kann, ist ein großer gläserner Esstisch, der wenig Licht bekommt. Eigentlich nur vom großen Licht des Wohnraumes oder von dem in der Dunstabzugshaube eingebautem Licht. Auch Tastaturbeleuchtung und Kerzenlicht sind nicht wirklich arbeitstauglich.

Also habe ich ganz dreist den Tisch vom Balkon in die Wohnung hinein gebracht und mir einen „Arbeitsplatz“ mit direktem Blick auf die Kniepsandbucht „gebastelt“. Da auch heute das Wetter nicht zu größeren Ausflügen motivieren konnte – morgen soll es viel regnen – nutze ich die Zeit drinnen, um kreativ zu sein. Das ist der beste Arbeitsplatz, den ich mir vorstellen kann.

Balkonmöbel zweckentfremdet – Dorfpoet at Work

Was mir an dieser Wohnung besonders gefällt, das sind zwei Bilder im Wohnzimmer. In fast allen Wohnungen hängen Kunstwerke, meist Aquarelle oder schöne Fotos, mit Bezug zur Insel. Diese zwei Bilder sind aber die schönsten, die ich bisher in den vielen Wohnungen, die ich hier schon gemietet habe, gesehen habe. Ich finde die Farben passen sehr gut zusammen. Die Gischt der Wellen in weiß – das ist mal ganz was anderes.​

Kunst. Das ist wirklich Kunst.

Außerdem ist mir positiv aufgefallen, dass die Internetverbindungen hier auf Amrum gewaltig an Speed zugelegt haben. Uploads von Bildern haben in den letzten Jahren meist bis zu einer Stunde gedauert. Jetzt geht alles superschnell. Auch mein FireTV Stick läuft perfekt. Abends zur Entspannung Netflix oder DAZN – kein Problem. Das war letztes Jahr noch undenkbar – ich erinnere mich, wie ich die Videoqualität im Stream auf die niedrigste Bandbreite setzen musste. Und die Filme ruckelten immer noch.

Bewährt hat sich auch die „Second Battery“ von meinem „refurbished“ HP Notebook. Das Notebook, wie auch die Batterie hatte ich mir für sehr wenig Geld gekauft. „Refurbished“ bedeutet quasi generalüberholt. Ich habe dann die HDD Festplatte gegen eine superschnelle SSD ausgetauscht, Arbeitsspeicher auf 16 GB aufgerüstet – das hatte ich alles noch von einem anderen PC übrig – und das Display durch eines mit einer höheren Auslösung ersetzt. Die Second Battery ist eine Art Schale, die am Boden des Notebooks angebracht wird. Sie beinhaltet einen zweiten Akku, den man separat aufladen muss. Auf der Hinfahrt im Zug hat sich das richtig bewährt. Das Notebook lief fast neun Stunden und ich hatte sicher noch bis zu zwei Stunden übrig. Allerdings im Stromsparmodus, niedrige Helligkeit mit Anwendungen im Dark-Modus und kein WLAN (wird es das jemals in alle Zügen der Bahn geben?).