Auf meiner Insel – 26.12.2018

Anreise und ein paar wichtige Gedanken

Die verschwommenen Lichter - das ist Amrum
Die verschwommenen Lichter – das ist Amrum

Der zweite Weihnachtsfeiertag ist einer, wenn nicht sogar der stärkste Reisetag im Jahr. An keinem anderen Tag sind so viele Menschen mit der Bahn unterwegs. Im Gegensatz zum letzten Jahr habe ich dieses Mal eine Platzkarte. Ich hatte in den letzten Jahren immer den Wechsel nach Lösen des Sparpreistickets und der Fahrplanumstellung, die eine Reservierung erst möglich macht, verpasst. Dieses Mal war das kein Problem. Was bei ICE´s online schon länger möglich ist, geht jetzt auch bei gewöhnlichen IC´s : auf der Seite der Bahn wird jetzt eine grafische Sitzplatzreservierung angezeigt. Man kann also bewusst einen bestimmten Platz aussuchen.

Heute Morgen in Köln, Gleis 4, Abschnitt A — ich ganz vorne im ersten Wagen

Im Moment schreibe ich diesen Teil des Eintrages zwischen Essen und Münster – der Zug ist bisher sehr pünktlich.

Wenn alles klappt, dann erwische ich die Fähre um 16:30 Uhr – die fährt direkt nach Amrum und macht nicht halt in Föhr. Aber dazu muss der Zug weiter so pünktlich sein. Vorteilhaft ist dabei der fehlende Halt in Hamburg HBF. Dort werden die Gleise erneuert und erfahrungsgemäß kann sich dort die Weiterfahrt am ehesten verzögern.

Bloggen im IC
Bloggen im IC
​Dieser Eintrag wird einer der letzten bei Medium sein. Ich baue derzeit sämtliche Seiten um und nutze ein Tool, dass ich neulich gefunden habe und das die eierlegende Wollmilchsau ist. Ich suche schon lange nach einer Möglichkeit, Texte in Markdown zu verfassen und direkt ins Internet zu stellen. Bisher kannte ich nur den Umweg über Pandoc, ein Kommandozeilentool, mit dem sich Texte von verschiedenen Formaten hin- und herkonvertieren lassen. Das war bisher immer nur eine Zwischenlösung. Das neue Tool, das ich jetzt entdeckt habe, heisst MDWIKI und kommt ohne Server aus. Es funktioniert komplett clientseitig und braucht keinen Server. Das Format ist gewöhnliches Markdown – eine HTML Datei mit allen Javascriptfunktionen ruft die MarkdownDatei auf und konvertiert sie während des Anzeigens. Eine spezielle Navigationsdatei erzeugt ein Dropdownmenu. Verschiedene Überschriftsebenen werden in einem mitlaufenden Inhaltsverzeichnis angezeigt. Und diverse Gimmicks, etwa Lightbox, GoogleMaps, Tweitter Timeline etc. machen die Nutzung des Tools sehr einfach. Natürlich ist die Darstellung sehr einfach und schlicht – das gefällt mir aber, denn je schlichter, desto mehr Konzentration auf den eigentlichen Inhalt. Ein weiterer Vorteil ist die stetige Möglichkeit, Markdown weiterverarbeiten zu können. In Word, als PDF in anderen Blogs, bei GitHub oder wo auch immer … . Noch während dieses Urlaubs gehen die Amrum-Seiten unter amrum.killert.de online. Es ist der bisher verteilte, zu Amrum gehörende Inhalt dieser Seiten unter einer Subdomain gebündelt. Das Gleiche mache ich mit mit meinen Texten, meiner Software und meinen Vertonungen. Von Jimdo werde ich mich dann nach und nach verabschieden.

Ein weiteres Tool, dass ich intensiver nutzen werde, nennt sich „Screencastomatic“. Auf der Suche nach einem effektiven Tool zur Dokumentation und Illustration meiner Software stösst man schnell auf brauchbare Software – die Lizenzkosten der wirklich guten Tools sind jedoch jenseits von Gut und Böse. (Ich nenne die Namen dieser Tools jetzt bewusst nicht – jeder, der sich schon mal Screencasts beschäftigt hat, weiß, welche Tools ich meine). Screencastomatic ist ein OnlineTool, dass sehr intuitiv ist und im Langzeitabo sehr viel günstiger. Die fertigen Screencasts können dann mit Passwortschutz auf einer eigenen Webseite gehostet werden. Oder heruntergeladen. Es gibt nichts Besseres, als die Nutzung einer Software „vorzumachen“ – diese Erfahrung kennt jeder, der mal nach einem Tutorial im Internet gesucht hat. Das ist dann einmalig mehr Arbeit als einen einfachen Text zu verfassen. Aber das „Erreichen“ der Zuschauer ist viel eher gewährleistet.

In meiner Ferienwohnung
In meiner Ferienwohnung

So – und nun bin ich in meiner Ferienwohnung angekommen. Es hat alles gepasst, auch wenn die Bimmelbahn der NEG von Niebüll nach Dagebüll richtig Gas geben musste. Ich habe die direkte Fähre nach Amrum bekommen und war gegen 18:00 Uhr auf der Insel. Auf der Fähre ein FlensBURGER genehmigt (dicker Burger und ein Flens dazu) und die Zeit ganz gut mit zweifach Akku meines refurbished HP Notebooks nutzen können.

Mehr in Kürze – weitere Fotos und Videos auch immer bei Instagram.