Auf meiner Insel – 03.09.2018

Die Woche vor dem Beginn meines Urlaubs war das reinste Desaster. Neben vielen Dingen, die man eh schon zu erledigen hat, kamen noch etwas sehr Nerviges hinzu. Und wenn ein nerdiger Dorfpoet von “nervig” schreibt, dann meint er natürlich die Technik.

Letzte Woche Donnerstag habe ich mein neues Dienstplan-Tool bei meinen Partnern vorgestellt. So etwas ist sehr wichtig und muss fluppen. Jetzt ist es so, dass ich zu Hause am heimischen PC den Code schreibe und dabei immer Sicherungen in der Cloud habe. So kann ich auf einem Laptop mein Projekt laden und vorführen. Wer den Desktop meines PCs und meines Laptops anschaut, sieht so gut wie keine Unterschiede. So ein Laptop benötigt — wenn man Programme aus der Entwicklungsumgebung heraus startet und auch noch einen Datenbankserver simuliert — einiges an Minimalanforderungen. So einen Laptop habe ich, eigentlich. Mein Dell XPS 15 9550 (macht einen Bogen um das Ding!) hatte seit einiger Zeit das Problem, dass das Trackpad nicht mehr richtig klickte. Es ließ sich nicht mehr nach unten drücken. Ich hatte dafür keine Erklärung und habe mir zunächst keine Gedanken gemacht. Als dann jetzt aber gar nichts mehr ging, habe ich nachgeforscht — und ich wurde sofort fündig. Der Akku des Laptops scheint, kurz nach Ablauf der Garantie, nach Außen zu wollen und sich aufzublähen. Man denkt immer, so etwas passiert nur den Anderen … Denkste!

Da habe ich mich erstmal schlau gemacht, wieviel eine Reparatur ohne Garantie kosten würde. Für das Geld gibt es schon neue Notebooks. Völlig inakzeptabel. Dann habe ich recherchiert, ob sich der Akku leicht austauschen lässt. Das war der Fall. Ein YouTube Video zeigte, wie einfach das zu bewerkstelligen ist. Man braucht lediglich das richtige Werkzeug. Immer neue Varianten von Torx-Schrauben machen das Standardwerkzeug unbrauchbar. Das passende Werkzeug hatte ich — so war klar, was ich machen würde. Ich war mir schon vor dem Lösen der Schrauben sicher, dass ein aufgeblähter Akku die Ursache meiner Trackpad-Problem war. Ich behielt recht.

DELL XPS 15 – Aufgeblähter Akku kurz nach Ablauf der Garantie

Das Bild zeigt oben den Akku, wie er nach dem Ausbau aussah. Als ich die letzte Schraube gelöst hatte, ploppte der Deckel der Unterseite nach oben, so viel Druck war schon in dem Gehäuse. Ich habe mir dann im Internet ganz bewusst keinen DELL Ersatzakku ausgesucht, sondern ein anderes Markenprodukt, jedoch keine billige Chinaware. Der Akku hat 60,- EUR gekostet. Einbau keine 10 Minuten. Jetzt läuft wieder alles. Den neuen Akku seht ihr unter dem alten auf dem Foto oben.

Aufgeschraubtes Notebook – Der Akku liegt unter dem Touchpad
​So sieht das Notebook aufgeschraubt aus. Der Akku wird im unteren Bereich eingeschraubt, direkt unter dem Touchpad — kein Wunder, dass das nicht mehr funktioniert hat, wenn es nach oben gedrückt wird. Das Dell Notebook wird übrigens dank dieses 84 KWH Akku mit exorbitanter Laufzeit angepriesen — laut Dell bis zu 14 Stunden. Das ist Verarsche. Muss man so klar sagen. Der Akku hält, im absoluten Energiesparmodus, beim Modell mit 4K Display maximal 5 Stunden.

Die Präsentation hatte ich dann übrigens auf einem alten MacBook Air mit Windows 10 gehalten — extrem langsam, aber ausreichend und zufriedenstellend.