Auf meiner Insel – 04.09.2017

Der Mai – da war ich das letzte Mal auf meiner Insel – und der September unterscheiden sich nicht so sehr voneinander. Beide Monate zeigen einen Übergang. Im Mai von der Vorsaison hin zum Hochsommer und der September läutet die Nachsaison ein. In der Hauptsaison bin ich in meinen mittlerweile 16 Besuchen auf Amrum seit 2011 noch nie gewesen. Einen Eindruck von dem, was dann hier los ist, gewinnt man aber, wenn man zum Jahreswechsel hier ist. Dann ist richtig was los.

Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind andere. Die beiden Edekas haben hier durchgehend bis 19:00 Uhr geöffnet. Im November nur bis 18:00 Uhr und von 12:00 bis 15:00 ist Mittagsruhe.

Neu ist aber meine Kamera. Ja, schon wieder eine neue Kamera! Allerdings keine besondere. Nur eine kompakte Kamera, da meine Sony nach abertausenden von Fotos nicht mehr richtig zoomt und manchmal das Objektiv nicht mehr richtig einfährt. Und da ich keinen Bock hatte, diesmal wieder mein gesamtes Equipment mitzuschleppen (macht fast die Hälfte meines Gepäcks aus), wollte ich eine kleine Tasche mit einer kleinen Kamera mitnehmen.

Die Canon SX60 war vor knapp 2,5 Jahren dreimal so teuer wie heute. Und das Einstellungsmenü wirkt ein wenig altbacken, verglichen mit meiner Nikon. Aber die Kamera (ca. 230,- EUR) hat es in sich. Neben einem gigantischen 65fach optischen Zoom fotografiert sie in RAW, hat ein ausklappbares Display (in dieser Preislage eher die Ausnahme) und funktioniert wie die großen Spiegelreflexkameras von Canon mit „Camera Connect“, womit sich die Kamera über eine APP auf einem Tablet oder Smartphone fernsteuern lässt. Ein weiteres Highlight sind die vielen verschiedenen Bild-Seitenverhältnisse. Neben dem klassischen 4:3 und 16:9 Format kann die Kamera auch 3:2, 4:5 und 1:1 Bilder schießen, jeweils mit vier verschiedenen Qualitätsstufen aber maximal mit 16 Megapixel. Das ist dann auch der einzige Schwachpunkt. Die meisten Kameras liegen heute deutlich über 20 Megapixel. Aber braucht man das? Würde man ein Bild im A2 Format drucken wäre es egal, ob man 20 oder 16 Megapixel-Aufnahmen hat. Erst bei großformatigem Druck oder Pixel für Pixel Bearbeitungen, wie es zum Beispiel der Porträtfotograf „Platon“ in seinem Atelier mit seinem Team macht, braucht man mehr Pixel. Für den Dorfpoeten auf Amrum ist die Vielfalt der Möglichkeiten entscheidend. Dann lieber weniger Pixel aber dafür in guter Qualität.

Hier ein paar neue Fotos von heute. Das Bild mit den Strandkörben zeigt den Ausblick von der Veranda meines Strandhauses. Und das Gesicht der grimmigen Mantelmöwe ist im 1:1 und mit 50fach optischem Zoom aufgenommen worden.