Auf meiner Insel 64

Heute wieder zwei Damals/Heute Vergleiche. Beide Postkarten sind sehr, sehr alt (vor 1900). Die Postkarten wirken selbst gar nicht wie Fotografien, sondern eher wie Zeichnungen.

Die erste zeigt den Amrumer Leuchtturm, das wohl am häufigste fotografierte Objekt auf Amrum. Die alte Postkarte zeigt den Leuchtturm (erbaut 1873-1874, Inbetriebnahme 1875) wie er vor 1952 ausgesehen hat. Bis zum diesem Jahr war der Leuchtturm nämlich dunkelrot angestrichen. Ich kenne (bisher) kein Farbfoto, das den Leuchtturm in diesem alten Anstrich zeigt.

Heute hat sich am Fundament des Leuchtturm natürlich einiges geändert. Der Leuchtturm ist Besuchermagnet, hat aber auch heute noch seine schifffahrtstechnische Bedeutung.

Die Perspektive passt nicht exakt – oben stimmt es und unten ist der Sockel nicht passend. Ich vermute, dass der Fotograf von damals auf einer Düne gestanden hat, die es heute nicht mehr gibt. Oder – es gibt diese Düne, die man aber jetzt nicht mehr betreten darf.

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Das zweite Bild zeigt die Kirche in St. Clemens in Nebel, die besonders für ihre einzigartigen, sprechenden Grabsteine bekannt ist. Große Seefahrer haben monumentale Grabsteine bekommen, auf denen ihre meist sehr spannenden Lebensgeschichten eingemeisselt wurden.

Diese Perspektive zeigt die Kirche in Höhe des Stennodder Kliffs. Hier passt die Perspektive ganz gut – man erkennt aber, wie sich die Insel und der Verlauf des Strandes geändert hat. Auffällig ist auch das heutige Waldgebiet im Hintergrund. Amrum hat seit einigen Jahren den Ruf, die waldreichste Nordseeinsel zu sein.

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