Ad acta

Schade. Nachdem ich ja vor Wochen bereits Inkonsistenzen in meinem Entwurf zu „Zero Downtime“ entdeckt habe, muss ich nun zwei Dinge zur Kenntnis nehmen, die das Projekt komplett ad acta legen.

Die Fernsehserie „Person Of Interest“ nimmt im Wesentlichen meine Idee bereits vorweg. Genau in diese Richtung sollte sich der zweite Teil meiner Thriller-Trilogie entwickeln. Das würde jetzt wie eine Kopie wirken.

Und dann gibt es da einen neuen Roman von Marc Elsberg mit dem Titel „Zero“. Der ist nicht nur namenstechnisch sehr nahe an „Zero Downtime“ – Hauptmotiv ist wohl eine Hackergruppe, genau so eine, wie sie  sich bei „Zero Downtime“ herauskristallisiert hat.

Das alles hat nichts mit Ideenklau zu tun – das Thema ist einfach allgegenwärtig, lädt geradezu ein, Thriller-Plots zu entwickeln. Die Ideen hinter „Zero Downtime“ und „Zero“ sind halt naheliegend.

Im Fall von „Person Of Interest“ ist das auch hervorragend umgesetzt, keine Frage. Die Rahmenhandlung, garniert mit vielen einzelnen Nebenhandlungen der einzelnen Folgen sind brillant umgesetzt – das ist das eigentlich Ärgerliche. Selbst wenn ich „Zero Downtime“ nicht aufgeben würde – meine Geschichte wird sicher nicht besser.

Ist aber alles nicht schlimm. Wenn mich weit über hundert Seiten, viele Stunden letztlich fruchtloser Arbeit frustrieren würden, dann wäre meine Berufung ein Selbstbetrug. Und einige Motive werde ich sicher in anderen Geschichten aufgreifen.

Derzeit in Arbeit: Eine einfache Krimiserie in fünf Teilen, zu der ich ein Treatment und Drehbücher geschrieben habe. Das ist also der umgekehrte Weg – erst plakative Bilder und Dialoge, dann der eigentliche Roman. Das wird zu sehr einfachen, sehr lesbaren Geschichten führen. Ist aber eben auch nur Unterhaltung. Aber was wäre Literatur, wenn sie nicht unterhalten würde?

Ich denke, dass noch in diesem Jahr mit konkreten Ergebnissen zu rechnen ist … 😉

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