Auf meiner Insel 7

Die Insel der Hunde

Normalerweise sind die Fähren nach Amrum fest in der Hand von Mutter/Kind Gruppen, die zur Kur nach Amrum fahren. Nicht so zwischen Weihnachten und Neujahr – zu dieser Zeit sind beinahe mehr Hunde als Menschen auf den Fähren. Der Grund ist einfach: Amrum ist einer der wenigen Orte in Deutschland, wo ein Feuerwerk komplett verboten ist. Keine Böller wegen der Natur und keine Raketen wegen der Reebdachhäuser. Hunde, die also große Probleme mit der Knallerei haben, sind hier sicher.

Im Vergleich zu meinen bisherigen Besuchen auf Amrum (die waren bisher immer in der Nachsaison) ist natürlich viel mehr los. Die Wohnungen in der Strandresidenz scheinen fast alle belegt zu sein. Auch bei den kleinen Supermärkten hier ist sehr viel mehr Kundschaft. Dennoch hat das hier nichts mit der Hauptsaison auf anderen Inseln zu tun. Die Anzahl der Menschen auf dem Kniepsand ist sehr überschaubar. Man kann hier komplett ungestört sein.

Die Zugfahrt war unproblematisch. In Niebüll, wo ich sonst aussteigen muss um zur „Bimmelbahn“ nach Dagebüll-Mole zu gehen, konnte ich gestern im Zug sitzen bleiben. Zwei Wagen des IC´s wurden abgekoppelt und an die „Bimmelbahn“ drangehangen. So erspart man 200 Fahrgästen die Rumlauferei im Bahnhof von Niebüll.

In Dagebüll hat es gestern Nachmittag ganz schön gestürmt. Natürlich würden die Insulaner darüber lachen, gerade nach der letzten Sturmflut. Das ist nichts im Vergleich zu XAVER. Die Fähre hatte aber ganz schön zu kämpfen. Wegen dem Wind war die Fußgängerbrücke am Anleger gesperrt und alle mussten über das Autodeck die Fähre verlassen. Das war bei den Fähren alter Bauart sowieso Standard. Ab und an schossen dann Fontänen aus Salzwasser über die 3m hohe Bug-Klappe und die vermeintliche Freude der Autofahrer über ein gewaschenes Auto wird sicher nur kurz sein. Denn das ist Salzwasser, das unter Umständen eine schöne weiße Kruste zurücklässt. Wetter ist OK. Windig, kein Regen, Temperaturen nicht zu kalt. Und in der Ferne sehe ich gerade, dass sich einige kleine Wolkenlücken auftun. Genau richtig um sich gleich mal in den Dünen zu verirren. 😉

(Updates mit Fotos auf meiner flickr-Seite folgen in Kürze …)

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