Raus damit!

Man könnte noch einen Tag und noch einen Tag mit Verbesserungen verbringen. Ein Exposé mit zwei Seiten, darin verpackt alle Wesentlichkeiten. Das Ganze noch möglichst eingängig – wohlwissend, dass wenige Augenblicke eines Lektors genügen für Ablage A oder Ablage P („P“ wie Papierkorb).
Ja, man könnte sich zu Tode exponieren. Es noch ein wenig schlichter halten. Noch mehr einzelne Punkte herausgreifen, diesen einen Charakter ebenfalls noch weglassen. Wie bei aufgestellten Dominosteinen. Mittendrin einen herausnehmen. Aber vorsichtig, damit das ganze filigrane Konstrukt nicht doch noch zusammenbricht.
Aber irgendwann sollte Schluss damit sein. Schließlich sind es nicht nur die vier Kapitel, die Appetithäppchen – fast siebzig weitere Kapitel warten darauf, überarbeitet zu werden. Und die Geschichte muss noch weitergehen. Die Ideen stapeln sich. Auf dem einen Zettel, in Evernote, im klassischen Notizbuch.
Der Autor ist ein Jongleur, kurz davor im Chaos zu versinken.
Also: „Raus damit!“ – Angeblich dauert es bis zu 12 Wochen. Bisher habe ich noch nie ein Feedback erhalten. Aber noch nie war ein Text von mir für einen Verlag so interessant. Noch nie so gut – nein, das würde ich nicht sagen. Abwarten …

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