Auf meiner Insel – 03.01.2020

Noch ein grauer Tag auf Amrum – 180° Panaroma, Obere Wandelbahn

Leider hat der Wetterbericht größtenteils recht behalten – Schietwetter war das heute. Erst ganz spät am Nachmittag hat es wenigstens aufgehört zu regnen und ich konnte meine Runde drehen.

Gestern Abend habe ich eine paar Aufnahmen im Dunkeln in Wittdün gemacht. Es wird hier nämlich deutlich ruhiger auf der Insel. Beim Edeka keine Schlange mehr an der Kasse und im Ort selbst begegnet man nur noch vereinzelt Menschen. Blicke ich von meiner Wohnung auf den Hafen, dann sieht man deutlich, wie die Massen die Insel verlassen. Auch die „Nordfriesland“, die letzte Fähren alter Bauart, wird zur Verstärkung eingesetzt.

Im Moment ist auch wieder die „Nordfriesland“ zu sehen – die einzige noch verbliebene ´alte´ Fähre. Hier sieht man sehr gut den Fußgängertunnel, der das das Fußvolk von den Autos trennt
Blick auf den Fähranleger am Abend – die „Nordfriesland“ bleibt die Nacht über in Wittdün
Hier gibt es mehr Bücher als es Koffer auf Amrum gäbe, um diese am liebsten alle mitzunehmen 🙂

Morgen ist mein letzter Tag hier – das heißt ich nutze die Zeit, um zu packen und aufzuräumen. Das ist dann mein vorerst letzter Eintrag von der Insel. Zum Abschluss noch ein Hinweis auf einen Artikel bei „bento“ (die Jugendausgabe des „SPIEGEL“) – der nachfolgend verlinkte Artikel beschreibt alles Wesentliche zu Amrum sehr gut  – sehr lesenswert:

Artikel auf „bento“ (bitte das Bild anklicken) – eine Lobpreisung der schönsten Insel 🙂

Auf meiner Insel – 02.01.2020

Graue Suppe über Amrum

Der zweite Tag in Folge mit richtig schlechtem Wetter. Jetzt ist es auch wieder kälter, zu dem starken Wind kommt auch ekeliger Nieselregen, der die Brille beschlagen lässt und es ist keine Besserung in Sicht. Morgen soll es hier richtig regnen – ich habe daher die Hoffnung, dass am Samstag, meinem letzten Urlaubstag, nochmal ein schöner Sonnenuntergang zu sehen ist. Und außerdem stimmen die Vorhersagen für die Inseln nicht immer – ich habe schon öfter erlebt, dass die Insel auch wettertechnisch eine Insel ist. Trifft eine Vorhersage auf ganz Schleswig Holstein zu, dann muss das nicht für die Inseln gelten. Also mal abwarten … .

Schlechtes Wetter bedeutet kreative Zeit
Gab es vor Jahren hier noch Probleme mit langsamem Internet, so ist das jetzt kein Thema mehr

Das ist also die Gelegenheit, weiterhin kreativ  zu sein. Habe ich mich in den ersten Tagen literarisch betätigt, so arbeite ich seit zwei Tagen daran, meine Kenntnisse in der Programmiersprache „Python“ auszubauen. Damit habe ich schon einiges gemacht – unter anderem wird damit mein Seekartenprojekt realisiert (auch eines der Dinge, das seit August auf Eis liegt). Jetzt habe ich endlich die Prinzipien verstanden, wie dort plattformunabhängige Oberflächen erzeugt werden. Das hat den großen Vorteil, dass ein Programm innerhalb eines Webbrowsers, also als Internetseite, oder eigenständig unter Windows, MacOS oder sogar unter Android läuft. Das Ganze mit wenigen Anpassungen. Mal schauen, wie ich das verwenden werde – sowohl bei meinem Brotberuf als auch bei meiner Softwareentwicklung wird es zahlreiche Anwendungsszenarien dafür geben.

 

 

 

 

Auf meiner Insel – 01.01.2020

IMG_20200101_115259
Auch 2020 fahren die Fähren noch – die erste Fähre im neuen Jahr ist gegen Mittag abgefahren

Zeit für einen Rückblick. Jeder kann sich denken, was für mich 2019 im Rückblick prägend war. Die schlimme Zeit seit dem 17.08.2019 bis heute und bis in die kommenden Monate hinein. Nach einer Zeit des Jammerns empfinde ich diesen Tag beinahe wie einen zweiten Geburtstag. Denn weil allein der Sturz Ursache für den Riss der beiden Sehnen in meinen Beinen war – und nicht etwa irgendwelche Vorerkrankungen – liegt der Gedanke nahe, was gewesen wäre, wenn ich anders gefallen wäre. Mit dieser Wucht, die diese unglaublich starken Sehnen zum reissen gebracht hat, auf die Wirbelsäule oder das Genick – niemand würde heute diese Zeilen lesen.

Und was jetzt noch an Defiziten übrig ist, das werde ich noch los. Je mehr ich die Kraft zurückgewinne, desto größer meine Motivation für die lange Zielgerade. 2019 war also mein schlimmstes Jahr bisher (ausgenommen vielleicht 2012 mit der langen Odysee am Lebensende von meinem Vater), aber auch ein Jahr vieler wichtiger Gedanken, für die man Zeit hatte.

Ich will viele Dinge einfach besser voranbringen. Endlich mit dem Roman fertig werden, beruflich viele überdachte Dinge in die richtigen Bahnen lenken und die wertvolle Lebenszeit noch besser kanalisieren.

1575817084
Erscheint im Februar bei Amazon und Thalia

Dementsprechend war dieser Urlaub sehr produktiv. Ich bin mit vielem gut vorangekommen und kann von dieser Produktivität hoffentlich vieles in den Alltag rüberretten.

 

Auf meiner Insel – 31.12.2019

Das letzte Tageslicht 2019

Ich wünschen allen Leserinnen und Lesern meines Blogs alles Gute für das Jahr 2020.

Auch heute wieder Sonnenschein pur auf Amrum. Diesmal habe ich einen Ausflug mit einem besonderen Ziel gemacht. In meiner Wohnung hängen zwei gerahmte Aquarelle, die sehr schön sind. Eines davon zeigt einen kleinen Stadtpavillon in Steenodde. Steenodde ist mit Wittdün über einen begehbaren Deich verbunden. Den alten Anlegesteg kann ich von dem Balkon meiner Wohnung aus sehen. Und auch diesen Pavillon, der von der DLRG genutzt wird.

Steenodde_191231
Von Wittdün nach Steenodde über den Deich, vorbei am Seezeichenhafen. Hin- und zurück knapp fünf Kilometer.

Ich habe mit gedacht, ich suche mal die Perspektive des Malers und schaue, wie gut er die Details eingefangen hat. So sieht der Vergleich aus – links das Gemälde, rechts ein Foto von heute:

SteenoddeHäuschen
Nur ein Aquarell? -Ja, aber mit eindeutigem Wiedererkennungswert

Morgen gibt es einen Rückblick auf 2019 und einen Ausblick auf 2020 zu lesen … .