Ausblick 2017

Ein neues Jahr steht vor der Tür und mit ihm eine neue Zeit, um neue Dinge zu beginnen und alte abzuschließen. Literarisch gesehen war 2016 geprägt von den Recherchen an dem nächsten, großen Buch – wer dazu mehr wissen möchte, einfach hier die alten Einträge durchforsten. Der Schreibprozess dazu hat bereits begonnen und wird noch lange in das Jahr 2017 hineinreichen. Das Buch wird übrigens wieder einen lateinischen Namen haben.
In 2016 wollte ich auch „Bellame“ und „Amor Simplex“ als eBooks wieder veröffentlichen. Das ist für die Amazon Plattform bereits erledigt. Bei tolino-media folgt das Update in den kommenden Wochen.  
Den Abschluss des Schreibprozesses an meinem neuen Buch werde ich, wenn möglich, auf Ende Mai/Anfang Juni legen. Denn zu dieser Zeit bin ich – wie könnte es anders sein – auf Amrum. Nach Korrekturen und Änderungen dürfte das Werk dann in ziemlich genau einem Jahr fertig sein.
„code-is-poetry.de“ ist weiterhin aktiv. Allerdings nicht bei den beiden angekündigten Tools, sondern ich arbeite an einem sehr spannenden Projekt – einer individuellen Erweiterung von Excel. Das ist eine große Sache für mich, die momentan viel meiner Aufmerksamkeit und Kreativität erfordert, die sich aber lohnt und die meinen Horizont erweitert. Dazu berichte ich dann auch zu geeigneter Zeit ein bisschen mehr.

Ich wünsche allen meinen treuen Besucherinnen und Besuchern einen Guten Rutsch in das neue Jahr und Alles Gute für 2017.

Urlaubsvorbereitungen

Fahre ich im Frühling oder im Spätsommer nach Amrum, dann wird der Urlaub anders geplant als der im November. Die Tage sind im November kürzer, ich miete kein Fahrrad und bin auch etwas weniger draußen. War ich im Mai noch um 22 Uhr beim Sonnenuntergang in den Dünen, so kann man diesen Anfang/Mitte November schon gegen 16:30 Uhr genießen. Jetzt im November geht die Sonne nicht mehr neben dem Leuchtturm unter und man hat nicht mehr den besten Platz im Hafen – jetzt geht die Sonne über dem kilometerweiten Kniepsand unter, als hellrote leuchtende Kugel, die vom Horizont und tobenden Wellen langsam gefressen wird.
Damit wird auch das immer wiederkehrende Thema besonders interessant: Fotos. Diesmal hoffe ich auf Windstille und bin für meine Fotos, in denen ich die Bewegung des Wassers als rauschenden Nebel einfangen will, nicht auf die Tageszeit angewiesen. Zum ersten Mal werde ich meine neu erworbenen Graufilter einsetzen. Dazu kommt auch das Tamron Zoom Objektiv zum ersten Mal auf Amrum zum Einsatz. Ich verspreche mir nochmals eine Steigerung der Qualität der Fotos. Gut die Hälfte meines Koffers wird mittlerweile von Foto-Equipment belegt.
Außerdem habe ich diesmal ein Notebook dabei, dessen Festplatte so groß ist, dass sie immer alle meine Fotos umfasst. Auch der 4K Bildschirm wird die RAW Fotos nochmal ganz anders zur Geltung bringen. Bisher war es so, dass ich meine Fotos zwar auf dem Notebook bearbeiten konnte – die eigentliche Bearbeitung erfolgte aber immer zu Hause am Computer. Weil dort die Fotos auf einem höher auflösenden Bildschirm einfach besser zu bearbeiten waren. Das ist diesmal anders. Die vielen Möglichkeiten von Photoshop Elements und den kostenfreien NIK Filtern, werden direkt vor Ort eingesetzt. Vorbei die Zeiten, in denen man sich zu Hause geärgert hat und ein Motiv gerne nochmal fotografieren wollte. Das kann jetzt direkt gemacht werden.
Der papierlose Urlaub – Werkzeuge eines Dorfpoeten
Neben dem Fotografieren steht reine Schreibarbeit auf dem Programm. Das Projekt, über das ich hier ja in vielen Buchrezensionen zu meinen Recherchen berichtet habe, ist voll in der Mache. Der Plot steht, die Zusammenhänge, die sich zu 100% an historischen Fakten orientieren, sind bis ins Detail recherchiert und der Protagonist, der alle roten Fäden in den Händen hält, ist eine echte Persönlichkeit mit plausibler und eingänglicher Biographie.
Der November ist ja auch NaNoWriMo („National Novel Writing Month“). Mit den 50.000 Wörtern als Vorgabe des NanoWriMo, komme ich nicht hin – mein Buch wird weit mehr Wörter umfassen. Ich werde den NaNoWriMo aber dennoch nutzen – zumindest in der Zeit auf meiner Insel – und mich von dieser Zeit, in der Tausende Menschen überall auf der Welt versuchen, ein Buch zu verfassen, inspirieren lassen. Der Account auf nanowrimo.org ist jedenfalls wieder reaktiviert und ich stöbere bereits in den Foren und halte Ausschau nach Webseiten von Gleichgesinnten. Ob ich dann am Ende als Winner dastehe ist zweitrangig.
Beim NaNoWriMo 2011 hatte ich knapp 52.000 Wörter geschrieben. Die schlummern noch als Rohfassung eines Buches mit dem Arbeitstitel „Animal Tristesse“ und müssen noch vollendet und ausgearbeitet werden. Der Titel ist dabei nur ein Arbeitstitel. „Animal Tristesse“ könnte leicht mit „Animal Triste“ – ein Buch von Monika Maron – verwechselt werden. Aber dieses Projekt liegt eh seit einiger Zeit auf Eis. Das aktuelle Projekt hat Vorrang.
Und als wäre das nicht schon längst genug für meinen Urlaub, stehen auch Lektüren an. „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq, „“Widerfahrnis“ von Bodo Kirchhoff (diesjähriger Gewinner des Deutschen Buchpreises) und Ian McEwan mit „Solar“ stehen auf meiner Liste. Letzteres habe ich bereits begonnen.
Außerdem werde ich erzählen, vermutlich hier in einem Blogeintrag, welcher literarisch aufbereitete Briefwechsel sowohl den zwischen Franz Kafka und Felice Bauer, als auch den zwischen Sophie Scholl und Fritz Hartnagel vom ersten Platz meiner Lieblingsbücher zur Zeitgeschichte verdrängt hat. Ich habe da nämlich etwas entdeckt, dessen Qualität ich schon erahnt habe, was mich dann aber aus den Socken gehauen hat.
Dies wird der erste Urlaub sein, in dem ich kein Stück Papier mitnehme – also kein Buch, keine einzige Zeitschrift, kein Notizbuch. Alles läuft jetzt digital und liegt auf dem Tablet vor. Das Tablet hat eine Pixeldichte von weit über 300 ppi – auf diesem Tablet etwas zu lesen ist eine wahre Freude. Nach meinem Urlaub beginnt daher auch eine große Aufräumaktion. Sämtliche Bücher, die ich auch als eBook besitze, wandern in die Altpapiertonne … .

Zeugen der Vergangenheit

Unter „Hobby“ verstehe ich etwas Altbackenes. So etwas wie Briefmarken, Bierdeckel oder Münzen sammeln. So gesehen habe ich auch ein Hobby.
Vor einigen Monaten habe ich begonnen, alte historische Postkarten von Amrum zu sammeln. Einige dieser Postkarten habe ich ja auf meiner Seite schon für die Schiebebilder Damals/Heute verwendet. Einige stehen noch aus, andere werden sich dafür nur schwer eignen, da es sich bei diesen Motiven um sehr alte Luftbilder handelt, die man nicht so einfach reproduzieren kann.
Diese neue Leidenschaft ist gar nicht mal so günstig. Es gibt Postkarten, die kosten 1 oder 2 Euro. Es gibt aber auch Karten im hohen zweistelligen Bereich. Man hat in den Portalen der Anbieter schnell raus, welche Karten Raritäten sind und welche es doch noch häufiger gibt. Schön ist es, wenn man private Anbieter findet, die gar nicht viel verdienen wollen und einfach nur für ein paar Cent die Karte verkaufen. Das ist aber ganz selten der Fall. 
Mich interessieren ausschließlich schwarz/weiß Karten im alten Format. Das alte Format ist etwas kleiner als das heute gebräuchliche A6 Format. Die Karten können gelaufen sein oder auch nicht. Das ist nicht wichtig. Auch Gebrauchsspuren lassen sich nicht vermeiden. Das macht auch nichts, da ich jede Karte scanne und die erst dann in die Hüllen eines Sammelordners stecke. Die gescannten Bilder kann ich ggf. noch bearbeiten. 
Die Karten erwerbe ich fast ausschließlich bei eBay. Dort haben viele verschiedene Händler ihre Shops reingesetzt. Mit den Stichworten „Wittdün“ und „Ansichtskarte“ bekomme ich mehr Ergebnisse, als mein eigens für dieses Hobby angeschaffte Sammelalbum an Karten aufnehmen könnte. Da werde ich also nach und nach noch so einiges investieren um einige alte Serien zu vervollständigen oder vielleicht doch noch ganz neue Perspektiven zu finden.
Ich beschränke meine Sammlung – bis auf einzelne Ausnahmen – auf Bilder des Ortes Wittdün, weil ich dort 90% meiner Zeit auf Amrum verbringe und die Postkarten allesamt Orte zeigen, die ich jeden Tag sehe. Es ist hoch interessant zu sehen, wie sich die Insel verändert hat. Anfang des letzten Jahrhunderts zeigen Luftbilder viele unbebaute Stellen, große, monumentale Gebäude, die schon lange nicht mehr existieren. Heute ist die Südspitze mit Ferienhäusern dicht besiedelt, aber dennoch gelingt es den Amrumern ganz gut, die Beschaulichkeit zu behalten. Im Gegensatz zu Sylt und auch zu Föhr, wo sich in Wyk – ich hatte die Insel letztes Jahr 25 Jahre nach meinem letzten Urlaub als Jugendlicher dort – die Insel auch mehr und mehr zu einer kommerziellen Immobilienhochburg verändert.
Für den kommenden Urlaub habe ich drei schöne Motive gefunden, die sich sehr gut für meine Schiebebilder eignen dürften. Ein Motiv, dessen Karte auch meine bisher teuerste war, ist richtig alt, aus dem Jahr 1928 und dann fast dasselbe Motiv Anfang der 50er Jahre. Das sind drei Perspektiven desselben Ortes. Mal schauen, wie ich das umsetze. Dazu dann ab nächste Woche mehr. Meine bisherigen „Amrumer Ansichten“ finden Sie hier.

Ergänzungen

Nein, die Redaktionen lesen nicht meinen Blog. Das Thema ist halt ein Dauerthema und wird auf den führenden Seiten, die sich mit IT beschäftigen immer wieder zu lesen sein. Dennoch mehr als passend: ein Artikel über den Drang der EZB nach einer Regulierung der Bitcoins.

Noch mehr als acht Monate, bis es so weit ist und noch keinen einzigen neuen Song gehört. Aber wenn es etwas gibt, was man sich niemals entgehen lassen sollte, dann das hier:

GlobalSpirit

In Kürze bin ich wieder auf meiner Insel. Als Vorbereitung habe ich meine Micro-Seite zu Amrum überarbeitet und meine „Amrumer Ansichten“ aktualisiert. Die historischen Vergleiche, die Postkarten und die Panorama-Bilder sind jetzt sehr viel besser zu finden und zum Teil hier bereits komplett integriert.

> Klicken Sie auf ´Amrum´ und dann auf ´Amrumer Ansichten´ – oder auf das Bild.