Bildbearbeitung/Verwaltung–Kleiner Überblick

Nachdem bekannt ist, dass Picasa von Google nicht mehr weiterentwickelt wird, muss man sich langfristig nach Fotoverwaltungen und Bearbeitungssoftware umsehen, die Picasa ersetzen können. Dazu ein paar Hinweise – einige ganz aktuell.

Seit wenigen Tagen bietet Google die “Nik Collection” kostenlos an. Man vermutet, dass diese Tool Sammlung Teil eines größeren, neueren Projektes von Google sein wird. Die “Nik Collection” besteht aus sieben Plugins für Lightroom, Photoshop oder Photoshop Elements und macht aus Fotos echte Kunstwerke. Mehr Infos gibt es hier. Hier geht es zum Download. – Es gibt auch Diskussionen im Forum bei heise.de, wie diese Plugins als Stand-Alone Anwendung laufen können.

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Analog Efex Pro 2 – Teil der NIK Collection

Damit lassen sich allerdings keine Fotos verwalten. Wer Abonnent von Adobe ist, wird seine Fotos vermutlich über Lightroom verwalten. Besitzer von Photoshop Elements nutzen vermutlich den integrierten Organizer. Ich möchte aber auf zwei Programm hinweisen – kostenfreie Alternativen.

Lightzone ist eine OpenSource Software, die als Pendant zu Lightroom gedacht ist. Das Tool scheint auf eine eigene Datenbank zu verzichten, d.h. es übernimmt die Ordnerstruktur, in der die Bilder gespeichert sind, als primäre Quelle. Ich habe festgestellt, dass Lightzone das RAW Format meiner Kamera nicht vernünftig wiedergibt. Es zeigt alle RAW Bilder verwaschen und nicht editierbar an. Picasa hat den gleichen Fehler. Bei Picasa liegt es vermutlich an der fehlenden Weiterentwicklung der Software, die den letzten Stand der RAW Formate nicht mehr wahrnimmt. Bei Lightzone ist dieses Format vermutlich noch nicht sauber integriert. Ich habe auch noch nicht intensiv nach einer Lösung gesucht. Lightzone ist auf jeden Fall eines der spannendsten OpenSource Projekte derzeit. Lightzone gibt es für Windows und für den Mac.

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Lightzone – Das Opensource Pendant zu Lightroom.

Das gute alte ACDSEE ist seit einiger Zeit ebenfalls eine Abo-Software. Eine der letzten eigenständigen Versionen wird in einem CHIP Sonderheft seit Anfang Februar sehr günstig angeboten. Die Registrierung läuft nach einem Kauf des DVD Download über die Webseite des Herstellers. Es sind zwei Lizenznummern notwendig – eine von Chip, der per Mail zugesendet wird und eine Seriennummer, die dann auf der Herstellerseite erscheint. Das Praktische an dieser Version ist die Einfachheit von ACDSEE – viele unnötige Features lassen sich leicht abstellen – und es läuft anstandslos unter Windows 10.

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AcdSee Pro 7 – Bewährt und unter Windows 10 erste Wahl

Auf einem Macbook Air, auf dem ich Fotos unterwegs nur ansehe und nicht großartig bearbeite, reichen mir die Mac Funktionen und die Mac Version von View NX2. Auf dem PC am großen Bildschirm ist ACDSEE die erste Wahl, den dort kann man auch externen Editoren bestimmen. ACDSEE beherrscht außerdem EXIF und IPTC gleichermaßen. Man kann also die Metadaten in allen Variante pflegen.

Der Vollständigkeit wegen seien auch noch IrfanView und XnView erwähnt. Beide schon etwas älter, erfüllen aber solide ihren Zweck.

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