Neue Option für das Selfpublishing

Amazon war bisher mit seiner Publishing Plattform KDP (Kindle Direct Publishing) für Selfpublisher das Maß aller Dinge. Einfaches Handling, umgehende Publikation und faire Margen für die Autoren. Dazu – da kein Print und kein Vertriebsweg – die Möglichkeit, auch für die Leser faire Preise anzubieten.

Was macht man aber als Self-Publisher, wenn die potentielle Leserschaft keinen Kindle besitzt? Nun, man kann mehrfach erklären, dass man zum Lesen eines Kindle eBooks keinen Kindle benötigt. Auch ein Tablet-Computer mit der KindleApp hat denselben Nutzen. Mit einer Freeware wie „Calibre“ lässt sich sowieso jedes Lesegerät mit eBooks unterschiedlicher Herkunft bestücken. Oder man macht es wie ich und bietet einen eigenen ePub Store an. Aber auch da kann es zu Problemen kommen. Jemand, der einfach nur möchte, dass ein Computer funktioniert, wird sich nicht lange mit USB Anschluss, kopieren auf den eReader als Wechseldatenträger etc. aufhalten. Erklärungen sind schön und gut, aber wenn die Seite mit Erklärungen länger ist, als jeder virtuelle Klappentext, dann ist das Ganze nicht besonders benutzerfreundlich. Buch auswählen. kaufen und sofort mit dem Lesen beginnen – das ist die Anforderung.

Neobooks oder ePubli sind Plattformen, die eBooks in eStores setzen. Habe ich ausprobiert, klappt auch, hat aber einen großen Nachteil: diese Plattformen sind nicht flexibel. Es war bisher immer so, dass mir auch nach dem 72. Mal lesen des Textes eine Stelle auffiel mit einem Fehler, sachlich oder orthografisch. Bei Amazon kein Problem – eine neue Version hochgeladen und alle Leser bekommen ein Update.

Jetzt müssen wir an dieser Stelle auf die aktuelle Situation auf dem eBook-Markt aufmerksam machen. Amazon ist der Platzhirsch. Es gab da aber schon immer einen Mitbewerber, der selbst mit seinem Shop und einem subventioniertem Lesegerät die Zeichen der Zeit erkannt hat. Thalia mit dem OYO und jetzt mit dem Tolino. Letzterer hat jetzt mit dem Paperwhite gleichgezogen und bietet ebenfalls eine Auflösung von 300 ppi (lesen Sie dazu meinen Eintrag von vor einigen Wochen).

Aber so ein Lesegerät und ein ähnlich großes Angebot an eBooks zu haben, ist noch keine wahre Konkurrenz zu Amazon. Es fehlte eben bisher die Publishing Plattform. Das ändert sich aber mit einem neuen Konkurrenten für Amazon – mit tolino-media gibt es jetzt eine weitere Publishing Plattform, die die fehlende Flexibilität von neobooks aufhebt. Zumindest hat man mir das so geschrieben:

Voila Capture 2015 10 15 08 12 42 nachm

Und dazu habe ich diese Antwort erhalten:

Voila Capture 2015 10 15 08 14 35 nachm

Das klingt vielversprechend. Das bedeutet also in naher Zukunft eben nicht nur für tolino-Besitzer, sondern für alle Kunden bei Thalia, Buch.de etc. einfach den neuen Killert online kaufen und automatisch auf das Lesegerät laden. Vorzüglichst. Auch das zweitgrößte Stück des eBook Kuchens bekommt jetzt ein paar Krümel von Peter Killert geliefert.

Wie das dann praktisch aussieht, werde ich hier berichten.

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