Holger, die Waldfee

Manchmal gibt es auf den Seiten einschlägiger Nachrichtenmagazine tatsächlich sowas wie einen Hauch von Kultur. Letztes Jahr noch wurde die Poetry-Slammerin Julia Engelmann gehyped. Obwohl sie nur einen bekannten Songtext ins Deutsche übersetzt und bei einem PoetrySlam Wettbewerb vorgetragen hatte.

Die wahren Poetry-Slammer hingegen produzieren nicht selten ganz große Kunst. Einer von Ihnen ist Lars Ruppel. Sein Text über „Holger, die Waldfee“ ist erstsahnigst. Fünf Minuten voll grandiosem lyrischem Handwerk, witzig, Pointen zünden eine nach der anderen und das Ganze behält etwas tiefgründiges, hintergründiges.

Goethe wäre – wenn man ihn in das Heute werfen würde – sicher ein Poetry-Slammer. Tolle Werbung für eine Kunstform, die hoffentlich bald ihr Nischendasein verlässt und per Eurovision zur Samstagabend-Unterhaltung wird:

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