Mit Humor durch den Alltag, Teil 1.

Heute: Der Zusammenhang zwischen Topfpflanzen und Ebola.

Wie heute bekannt gegeben wurde, wird das neue Dschungelcamp nach Sierra Leone verlegt. Macht ja auch Sinn.

Statistisch werden drei der Teilnehmer die erste Woche überleben – dem Rest schauen wir beim Verrecken zu. Brot und Kakerlaken. Ich und mein innerer Schweinehund sitzen dann biertrinkend auf dem Sofa und schauen dem Treiben zu. Aber ich befüchte, dass wird ein bisschen langweilig. Denn das muss sich so ein Ebola-Virus schon vorwerfen lassen: Langeweile.

So ein Virus verrichtet sein Werk langsam und bedächtig. Überhaupt keine Action beim Verrecken. Statt einem Schweiger/Tukur Tatort mit spritzendem Blut zu fröhnen, schaue ich quasi einer Topfpflanze beim Verwelken zu. Achtet man auf die feinen, sehr feinen, Nuancen bei den Abstufungen von Intelligenz und sozialer Kompetenz – im Vergleich zwischen Ebola-Virus, Fernsehzuschauer, Dschungelcampist und Topfpflanze – liegt vermutlich die Topfpflanze vorn.

Was lernen wir daraus? Der Ebola Virus kann der Topfpflanze nichts anhaben. Das hat die Natur wohlweislich so eingerichtet.

Lasst uns also Topfpflanzen sein.

Grundsätzlich aber gilt: wir sollten uns aus diesem Konflikt zwischen Topfpflanze und Ebola raushalten. Wir haben mit genug anderen Dingen zu kämpfen. Die Wirtschaft zum Beispiel. Die schwächelt. Sagen die, die sich Leistungsträger nennen. Ja, liebe Leute, auch da hat uns die Topfpflanze etwas voraus. Könnte die Topfpflanze an der Börse spekulieren, sie hätte schon längst auf die Designer von Body-Bags gesetzt. Deren Börenkurse gehen durch die Decke. Und ich verrate Euch was! Es ist noch nicht zu spät! Ihr solltet in das Geschäft mit Body-Bags einsteigen! Die Hersteller sind kreativ und auf den praktischen Gebrauch bedacht. Die Nachfrage steigt, das Angebot auch – Dividenden für Bodies. Mit exklusivem Design. Ein nachhaltiges Wertpapiergeschäft!

BodyBagTopfpflanze
Exklusiver, individueller Body-Bag? – Ich will einen mit Topfpflanze!

Aber was sollte eine Topfpflanze mit Dividenden anfangen? Das proaktive Handeln von Topfpflanzen ist beinahe so träge wie das des gemeinen Fernsehkonsumenten in der nördlichen Hemisphäre. Ich plädiere daher für eine Art Fair-Trade bei Topfpflanzen! Für jede in Deutschland gekaufte Topfpflanze geht ein Obolus zurück in das Herkunftsland wofür dort eine Pflanze gleicher Art ausgewildert wird. Mit jedem Stück Behaglichkeit, die wir in unser Wohnzimmer holen, geben wir der Natur ein Stück ihrer selbst zurück. Das Ergebnis wird erstaunlich sein. Wir arbeiten an der Beständigkeit der Natur am anderen Ende der Welt und erschaffen den Dschungel in Sierra Leone. So können wir dort den Prominenten beim Verrecken weiter zuschauen.

Selbstverständlich haben wir mit dem Kasten Bier auch gleich ein Stück Regenwald mitgekauft. Gleichzeitig wird der Dschungel in heimischen Gefilden durch eine Art Hype des Topfpflanzen Fair-Trades stetig mehr ausgebildet. In einigen Jahren führt das zu erheblichen Kostenersparnissen. Ich sage Euch – bald haben wir unseren eigenen Dschungel! Ein Dschungel aus Topfpflanzen, der das Fernsehregal umklammern wird und die Welt dort mit der Welt in uns und ums herum verschmelzen lassen wird. Und dann ist es passiert. Es wird der Tag kommen, da werden wir selbst zu Topfpflanzen.

Wir brauchen dann nur noch ein bisschen mehr Ebola.
Hier.
Direkt vor der Haustür.
Und ein paar mehr Body-Bags.

Aber jetzt kennen wir ja die Zusammenhänge. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten!

Mehr Ebola in den Hirnwindungen!
Rettet die Topfpflanzen!
Schaut mehr Dschungelcamp!
Kauft mehr Body-Bags!

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