Früher … war fast alles besser

Lange Einkaufsnacht. Im Städtchen nebenan. Sie haben es alle eilig. Manche geniessen vielleicht auch ein wenig Glühwein an den Ständen, draußen vor dem Einkaufsmarkt. Manche hetzen jedoch durch die Stadt, sind ungeduldig an den Supermarktkassen – am liebsten würde man ihnen zurufen: „Die Welt geht nicht unter, wenn 2 1/2 Tage die Geschäfte nicht geöffnet sind!“

Aber ich traue mich nicht. Es sind zu viele. Gehetzte Menschen in Überzahl – da kapituliert der Dorfpoet lieber mit ein bisschen Lyrik.


FRÜHER

Es gab mal Zeiten mit Ruhe
in denen Menschen
die Texte der Lieder
beim Hören lasen.

In denen man sich die Zeit nahm
einen Tisch zu decken
in denen man noch das Hören
vom Verstehen trennte.

Wo man sich hat fangen lassen
um den anderen zu sehen
nur um zu wissen, wo er war
und die tausend Gründe zu lieben.

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