Der Atem des Meeres

Ein Gedicht von Hans Abele.
Schon früh am Morgen will ich gehen,
hinaus zum Meere zieht´s mich hin.
Auch wenn noch raue Winde wehen,
hier finde ich des Tages Sinn.
Ich schau hinaus auf diese Weite,
wo Welle sich an Welle bricht.
Und als ich emsig weiterschreite,
schaut´ ich des Schöpfers Angesicht.
Ich lass die Füße überspülen
vom Meeresatem ab und auf.
Dann kann ich wohltuend erfühlen
den Wellenschlag zu mir herauf.
Was kann es denn noch Schönres geben
als dieses Bild, als dieses Licht.
Hier bin ich frei, hier kann ich leben,
hier bin ich voller Zuversicht.
(aus dem Buch „Romanze auf Amrum„)

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