Relaunch des Kultur-Magazin geplant

Es ist schon locker zwanzig Jahre her, als ich mir die Domain „Kultur-Magazin.de“ gesichert habe. Das Magazin war damals auch ein echtes Magazin, aber in keinster Weise kommerziell ausgerichtet. Das war damals halt noch nicht möglich. Die Magazine, die damals schon im Internet hohe Besucherzahlen hatten, hatten noch keine profitablen Geschäftsmodelle im Rücken und waren meistens nur Ableger von Verlagen oder klassischen Printmedien.

Kultur-Magazin im Jahr 2001
Heute noch „Responsive“ im Browser aufrufbar – das Kultur-Magazin im Jahr 2001.

Das ist heute grundlegend anders. Die Ableger der Printmedien refinanzieren sich selbst und es gibt eigenständige Magazine, nur im Internet, mit hohen Besucherzahlen und Einnahmen. Ich werde sicher noch einige Beispiel anführen, wenn ich von meinen nächsten Schritten des Relaunch erzähle. Und auch davon, wie auch ich durchaus an zukünftige Einnahmen denke.

Im Moment baue ich die Struktur auf, setze die notwendigen obligatorischen Seiten fest (Impressum, Datenschutz etc.) und fülle die Seite mit alten Artikeln und Platzhaltern. Der richtige Relaunch findet Ende Juni statt. Es ist halt nur eine Baustelle zwischen Alltag, code-is-poetry und meinem Schreiben.

Back to WordPress

Da www.code-is-poetry.de immer mehr Form annimmt und ich meine Bemühungen als Softwareentwickler weiter ausbauen werde, habe ich diesen Teil meiner Aktivitäten auch online separariert. Peter Killert, das Kultur-Magazin (aktuell in einer provisorischen Archivversion auf Medium) und code-is-poetry.de, sind jetzt drei verschiedene, voneinander getrennte Projekte.

Hier, auf dieser Seite, gibt es jetzt alles, was den Autor und Künstler Peter Killert betrifft. Die Erinnerungen an meinen Vater haben hier weiterhin ihren Platz und auch die paar Seiten bzgl. der Familienhistorie – dazu kommen nämlich immer mal wieder Mails und Anfragen herein – sind weiterhin hier vorhanden. Selbstverständlich darf auch alles, was es zu meiner Insel gibt, hier nicht fehlen. 

Ich habe seit bestimmt 10 Jahren WordPress nicht mehr angesehen. Mittlerweile ist das ein sehr ausgereiftes, einfaches Tool zum Erstellen von Seiten geworden – genau das Richtige für mich.

WordpressApp
WordPress als Desktop App

Ich bin gerade dabei, alle Inhalte, auch ganz alte, hierher zu transferieren. Nach diesem Eintrag folgen die letzten Einträge, die ich auf Amrum gemacht habe. Das Archiv, importiert aus Google Blogspot, reicht bis mindestens 2012 zurück. Ich plane vielleicht sogar ganz alte Sachen ebenfalls chronologisch hier reinzusetzen. Im Moment sind noch sehr viele Lücken in dem Archiv, die Kategorien und die Schlagwörter sind noch nicht gepflegt und es fehlen schlicht viele Bilder, da ganz alte Einträge noch mit meinem zwischenzeitlich gelöschten flickr-Account verbunden waren. 

Direkt der nächste Eintrag zeigt schon, wie sehr ich mit meinen Projekten hinterher hinke. Meine LED Seekarte wird vorerst nicht erstellt werden. Alle meine Energie liegt derzeit bei meinen Softwareprojekten und ihrer Vermarktung. XCelPack heißt jetzt ExRates for Excel und kann direkt über meine Seite per PayPal gekauft werden. Es ist mir gelungen, dass ein gelunger Verkauf über Paypal nun direkt eine Seriennummer per E-Mail generiert und an den Käufer sendet. Der Algorithmus im Tool selbst, der die Lizenznummer prüft ist identisch mit der Algorithmus auf der Webseite. Das war mir bisher nicht gelungen. Jetzt bin ich unabhängig von Shoplösungen Dritter und kann mir meinen eigenen Shop programmieren und ausbauen. 

Schwieriger ist das bei CONSILIUM. Ich habe den Prüfvorgang zu einer EV-Signatur bei GlobalSign (hätte mich ca. 1.200 EUR gekostet!) abgebrochen – es ist nahezu unmöglich, als Einzelentwickler so eine Signatur zu bekommen. Letzter Stand war, dass irgendjemand bei der IHK – mit der ich außer als Gewerbetreibender nicht zu tun habe – einen aufzuzeichnenden Telefonanruf hätte über sich ergehen lassen müssen. Dieser hätte dann, neben allen anderen erdenklichen Dokumenten, meine Existenz nochmals bestätigt. Um aber den blauen Smartscreen von Windows loszuwerden, bleibt hier nur noch die Möglichkeit, die Software per sogenannter Desktop-Bridge in den Windows Store zu bringen. Dort werden in Zukunft auch mehr „normale“ Windows Forms App auftauchen, da  Microsoft erkannt hat, dass neuere XAML Anwendungen alleine für eine erfolgreiche App-Vermarktung nicht ausreichen. Klassische Windows-Anwendungen sind eben noch in der Mehrheit (wer jetzt nur Bahnhof versteht, den vertröste ich auf einen Artikel, den ich dazu in Kürze verfassen werde).

Lange Rede, kurzer Sinn : ExRates und CONSILIUM werden jetzt brutalst aggressiv vermarktet:-) Das Grundgerüst der Seiten steht – jetzt werden SEO Optimierungen (damit Google alles gut findet) und die Feinarbeiten (alles zweisprachig) erledigt. Ich will damit schnellstmöglich echten Umsatz generieren.

Zum Kultur-Magazin: auch da spiele ich mit dem Gedanken, daraus ein echtes Magazin zu machen. Mir ist im Moment aber noch nicht klar, wie ich in der Anfangsphase die passenden Partner gewinne. Aber eins nach dem anderen. Schaut mal wieder zwischendurch vorbei. Hier tut sich wieder etwas 🙂

Der Nerd und die Fähren

Zwischenbericht – Raspberry Pi und die Fähren

Als Nerd mit der Affinität zur Insel Amrum ergeben sich ganz natürlich auch Schnittstellen zwischen technischen Dingen und meinem Refugium. Ich habe schon seit längerem ein Projekt vor Augen, das inspiriert ist durch die Lichtseekarten von Jürgen Sönnichsen (es gibt mehrere Berichte darüber – einfach mal anschauen) und meinem Interesse an den Fähren der Wyker Dampfschiff Reederei. Dieses Interesse stammt noch aus den 80er Jahren und den Urlauben auf Föhr als Kind.

Ich habe mir überlegt, dass es doch möglich sein muss, mit einem Raspberry Pi und LEDs die Positionen der drei großen Fähren abbilden zu können. Auf einer Seekarte oder in anderer Form – evtl. als eine Art interaktives Board mit Infos. Nachdem ich mich mit dem Raspberry Pi vertraut gemacht habe, habe ich mir jetzt auch die Zusatzbauteile gekauft, mit denen man LEDs (und viele andere Dinge) ansteuern kann. Geschrieben wird der Code in Python – damit bin ich sehr vertraut.

Also habe ich ein Script geschrieben, dass mir die Vesseltracker Daten der Fähren in „deutsch“ ausgibt. Jede Minute werte ich die Datei aus und stelle fest, ob sich eine Fähre bewegt, wenn ja wo und in welche Richtung sie fährt. Mit einer Auswertung eines Toleranzbereiches des Breitengrades gibt es fünf grundlegende Positionen:

  1. Dagebüll (Festland)

  2. Zwischen Dagebüll und Wyk

  3. Wyk (Föhr)

  4. Zwischen Wyk und Wittdün

  5. Wittdün (Amrum)

Theoretisch wäre auch „Zwischen Dagebüll und Wittdün“ möglich (als Direktverbindung zwischen Amrum und dem Festland), aber diese Position wechselt dann einfach von 2. auf 5.

Das war relativ einfach. Das Programm läuft nebenbei auf dem Raspberry Pi – auf einem kleinen Monitor schaue ich per SSH immer wieder auf die Ausgabe.

Dann kam als nächster Schritt das Ansteuern der LEDs. Davon hatte ich bisher überhaupt kein Ahnung. Man verbindet dazu den PI mit einem „BreadBoard“ – das ist ein Steckbord mit ganz vielen kleinen Löchern, über das sich Schaltkreise, die später gelötet werden, mit Kabeln, LEDs und Widerständen zusammenbasteln lässt. Zunächst habe ich eine LED ansteuern können. Und dann waren es nach einiger Bastelei 15 LEDs, jeweils 5 pro Position und das für die drei Fähren.

Wie auf dem Foto zu sehen ist, gibt es drei Blöcke. Rechts (rot) die Positionen der Uthlande. Von rechts nach Links die fünf oben genannten Positionen. In der Mitte dann dieselben fünf Positionen für die „Schleswig-Holstein“ und ganz links die fünf PINS für die „Norderaue“. Der grüne PIN ist jeweils das Festland Dagebüll (1.) und ganz links jeweils Wittdün (5.). Je nach dem welche der fünf Positionen die Fähre jetzt gerade hat, leuchtet die passende LED auf.

Fährpositionen mit LEDs am Raspberry PI darstellen

Auf diesem Foto also ist zu sehen: Die Schleswig-Holstein befindet sich zwischen Dagebüll und Wyk. Die Norderaue zwischen Wyk und Wittdün. Und was ist mit der Uthlande? Die ist in der Werft in Husum. Das wird mir in meiner Auswertung auf dem PI zwar ausgegeben – ich habe für diesen Sonderfall aber keine eigene LED eingerichtet. Bei der Uthlande leuchtet also nichts.

Ich musste dann nur noch die LED Funktionalität mit der Vesseltrackerauswertung kombinieren. Und – es fluppt! Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Positionen bei den LEDs abbilden.

Auswertung Vesseltracker

Der nächste Schritt wird jetzt aber sehr kompliziert. Das BreadBoard und der PI haben eine limitierte Anzahl von Steckpunkten um einzelne LEDs anzusteuern. Position 2. und Position 4. sollen nämlich erweitert werden. Ich möchte zwischen den Inseln 50-70 einzelne Positionen mit LEDs illustrieren. Das geht, mit dem Mitteln die ich derzeit zur Verfügung habe, nicht. Dafür gibt es sogenannte „Board Extender“. Und wie die funktionieren, da habe ich noch keine Idee. Auch die vielen kleinen Drähte der Widerstände in dem Board – das ist echte Frickelei, bei der ich zum Teil eine Lupe brauche. Das geht sicher irgendwie einfacher.

Weitere Infos hierzu folgen – wenn das Projekt umfangreicher wird in einer eigenen Unterseite. Die Scripts, die ich verwendet habe, stelle ich in Kürze auch für andere Nerds zur Verfügung.

Schonmal vorab – hier finden Sie die XML Datei der Fährpositionen und hier Infos zu den Fähren.

Auf meiner Insel – 04.01.2019

… und dann bin ich durch den blauen Tunnel gelaufen und ab nach Hause

Ich bin wieder zu Hause. Gerade habe ich alle Fotos auf meinen PC kopiert und schaue alles nochmal durch. Die Highlights waren diesmal drei Abende mit unfassbaren schönen Sonnenuntergängen und kaum beschreibbaren Farbspielen am Himmel. So auch gestern Abend, wo ich dann zum dritten Mal hintereinander quer über den gesamten Kniepsand gelaufen bin. Diesmal war wirklich alles dabei. Extrem dichter Nebel, Dauerregen, wolkenlos und gesäßkalt, sowie richtig stürmisch. So muss wettertechnisch ein Urlaub sein.

Die Rückfahrt heute lief problemlos. Um 6:00 Uhr die Fähre genommen, dann eine Stunde im „Tor zu den Inseln“ gewartet und dann in den zunächst eiskalten Wagen 3 des IC2311 gewechselt. Der stand an der Mole, bereit um an den IC in Niebüll drangehangen zu werden. Der Zug kam mit 10 Minuten Verspätung in Köln an. Erstsahnigst. Allerdings musste ich einen Zugbegleiter etwas ratlos zurücklassen. Eine Dame kam in den Wagen und fragte mich, ob sie bitte auf Ihrem Platz sitzen dürfte. Sie hatte den Platz reserviert. Da musste ich erwiedern, dass ich den Platz ebenfalls reserviert hatte. Wir haben unsere Reservierungen abgeglichen und hatten beide recht. Der Zugbegleiter konnte sich das nicht erklären. Ich hatte ja schon geschrieben, dass seit dem Fahrplanwechsel eine grafische Sitzplatzreservierung auf bahn.de möglich ist. D.h. man sieht den Plan des Wagens vor sich und kann einen Platz reservieren, der frei ist und an dem man gerne sitzen würde. Es ist also wahrscheinlich, dass mit dieser Änderung im Buchungssystem irgendetwas noch nicht rund läuft. Heute war das aber nicht dramatisch. Die Dame konnte direkt neben in der Reihe sitzen – es gab genügend freie, nicht reservierte Plätze.

Ich denke, dass ich am Wochenende schon mal gucken werde, wann ich wieder auf die Insel fahre. Im September auf jeden Fall, evtl. vorher im Mai und mit ziemlicher Sicherheit auch wieder zum nächsten Jahreswechsel. Das hängt natürlich von den schon gemachten Reservierungen ab und welche Wohnungen noch frei sind. Da muss ich dann bereits in den nächsten Tagen aktiv werden 🙂

Liverpool hat tatsächlich verloren